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Schon wieder Pasta: Ravioli mit Ricotta-Bärlauch-Füllung

citykitchen 21. April 2010

ravioli_baerlauch

Kann ich nicht genug von kriegen!

Gleich nach unserer Heimkehr vom Gardasee hab ich mich rangemacht und die vielen Leckereien verfuttert, die einfach schnell weg mussten. Schon hart, so ein Heimkehrerschicksal… Die Ricotta wurde gleich am nächsten Tag zu einer feinen Füllung für Ravioli verarbeitet. Dazu fein gehackt der frische Bärlauch vom heimischen Markt, der Parmigiano, gekauft in Salò, als Küchenwein ein Gläschen Lugana und der mitgebrachte Ravioliausstecher kam auch gleich zum Einsatz. So möchte ich jeden Tag kochen! Nun, vielleicht hatte ich doch ein Gläschen zuviel, denn den Teig hatte ich für Ravioli zu dick ausgerollt. Da hab ich wohl vor lauter Gier einige Einstellstufen an der Nudelmaschine übersprungen…

Mein bewährter Pastateig für 3 - 4 Portionen:
• 300 g Semola di grano duro
• 3 Eier
diesmal kein Salz, der Teig lässt sich dann einen Tick leichter verarbeiten
• 1 EL Olivenöl

1. Die Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät verrühren.
2. Dann auf der Arbeitsfläche den Teig kneten, bis er glatt ist und schön glänzt. Eventuell etwas Wasser dazugeben.
3. Zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten in Ruhe lassen.

ricotta
baerlauch

Für die Füllung:
• 250 g Ricotta
• 2-3 EL geriebenen Parmesan
• 1/2 Bund Bärlauch, fein gehackt
• Salz und Pfeffer

Die Zutaten für die Füllung vermischen. Den Pastateig dünn ausrollen, die Füllung daraufsetzen, Ravioli formen und ab damit ins kochende Salzwasser. Wenn die Ravioli oben schwimmen (nach 4 - 5 Minuten) sind sie fertig.
Die Ravioli in einer Pfanne mit zerlassener Butter schwenken. Vor dem Servieren mit Parmesan bestreuen und würzen, wie man’s mag. Ich habe meine geliebten Chiliflocken darübergestreut.

ravioliausstecher

Fazit: Die Ricotta war weltklasse! Was für ein Unterschied, zu der lahmen Supermarktvariante! Könnt’ ich mich reinsetzen. Die Ricotta-Bärlauch-Kombi war richtig fein; da hat der etwas zu dick geradene Teig nicht wirklich gestört. Der Ravioliausstecher taugt leider nichts, ich gebe ihm bei einem dünneren Teig nochmal eine Chance. Ansonsten landet er in der Flohmarktkiste.

Grüner Spargel, wie ihn die kleine Naschkatze mag

citykitchen 20. April 2010

spargel_schinken
So mag’s die kleine Naschkatze.

Die kleine Naschkatze ist eigentlich eine kleine Gourmetkatze. Nur vom Feinsten und in Miniportionen serviert. Dazu soll das Essen schön ausschauen und Spaß machen. Fondue, Raclette, Hamburger (home made) und Ofenkäse stehen auf seiner Favoritenliste ganz weit oben.

Bei Obst und Gemüse ist er extrem zimperlich, das kann ich noch so schön anrichten. Da hab ich keine Chance. Schmeckt ihm nicht, ist langweilig, kann er nicht leiden. Meine Tricks, dass gesunde Zeug ins Essen zu mogeln hat er alle schon durchschaut. Das Kind isst ja nicht mal Tomatensoße! Das einzige Kind weltweit, dass Tomatensoße verabscheut. Himmel!

Zum Glück gibt es zwei Lebensmittel, die ihn vorm Dahinsiechen durch Skorbut verschonen und meine Nerven kurzfristig retten (”Kind, du musst doch Obst essen!”). Ja, er stürzt sich regelrecht darauf – wenn sie nach seinem Gusto zubereitet sind:

1. Goldkiwi – nicht zu hart, nicht zu weich. Nur essbar mit dem Grapefruitlöffel. Der Kiwilöffel ist zu breit, da schneidet er sich die Mundwinkel auf…

2. Grüner Spargel mit Serrano-Schinken umwickelt, gegrillt und ins weich gekochte Ei getunkt.
Ein lustiges “Mitmachessen” für ihn und mir kommen fast die Tränen, wenn ich seh’ wie das Kind sich das gesunde Zeug reinschaufelt.

spargel

eieiei

Den Spargel gründlich waschen. Das holzige Ende entfernen (ich mach’s so: die Spargelstange in beide Hände nehmen und langsam knicken. An der holzigen Stelle bricht’s ab.). Jede Spargelstange mit Schinken (Serrano, Parma) umwickeln und ab damit in die heiße Grillpfanne (Olivenöl). In der Zwischenzeit pro Person 1 Ei weich kochen. Spargel aus der Pfanne nehmen, würzen, evtl. Parmigiano drüberreiben. Den Spargel in die Hand nehmen, ins Ei tauchen, abbeissen. Macht süchtig!

Blitz-Tiramisu

citykitchen 2. März 2010

tiramisu

“Was gibt’s zum Nachtisch?”

Oh nee Jungs, nicht heute… Ich bin müde, will nur was schnelles kochen, essen, ab auf die Couch. Leider komm’ ich aus der Nummer nicht mehr raus. Die beiden haben Zuckerentzug und nur ich kann helfen. Zur Rettung fällt mir spontan ein blitzschnelles Tiramisu ein.

Zutaten für 4:
• 250 g Mascarpone
• 150 g Joghurt
• Zucker
• Espresso (oder starker Kaffee)
• 8 Löffelbiskuit
• Marsala
• Kakao

Die Löffelbiskuit zerbröseln und die Hälfte davon in 4 Gläser streuen. Mit dem Espresso beträufeln und mit einem Messerknauf festdrücken. Den Marsala mit dem Jogurt vermischen, 1 - 2 EL Zucker und einen kräftigen Schuss Marsala unterrühren. Die Masse in Gläser geben (ungefähr 1,5 cm hoch). Wieder eine Schicht zerbröselte Löffelbiskuit drüberstreuen, mit Espresso beträufeln, dann wieder die Mascarponemasse. Am Schluss mit Kakao bestreuen. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.

Fazit: So kann man auch mit kleinen Sachen, Schleckermäulchen zufrieden machen. Nächstes Mal bin ich dran!