Archiv für das Tag 'Ragu'

Beinscheibenragu dekadent

citykitchen 21. Februar 2010

beinscheibenragu_mit_mafaldine

Kocht sich von alleine.

Schmorgerichte sind einfach unschlagbar. Der Abwasch hält sich in Grenzen und der Ofen macht die ganze Arbeit. Die Zutaten werden grob geschnippelt, angebraten und schmoren im Ofen vor sich hin. In der Zwischenzeit ist eine Menge Zeit, um die Küche wieder auf Vordermann zu bringen. Danach einfach die Beine hochlegen und warten bis das Essen fertig ist.

Beim nächsten Mal pass ich allerdings besser auf, was ich in den Topf reinschütte. Mein Vorrat an Rotwein war bis auf eine Flasche erschöpft. Die letzte Flasche war ein Franzose mit dem Namen “Le vieux Village” aus 2007. Ein Weihnachtsgeschenk. Die halbe Flasche hab ich in den Topf geschüttet. Als der Bauch vollgeschlagen war (mit diesem absolut leckeren Ragu), hab ich spaßeshalber gegoogelt, was der Tropfen wert ist. Oh mein Gott! 119 Euro!! Wein des Jahres 2009. Schock. Schriller Aufschrei. Ach, was soll’s…

beinscheiben

Zutaten für 4:
• Beinscheiben vom Rind, 1 kg
• 1 Zwiebel, gewürfelt
• 3 Möhren, gewürfelt
• 3 Stangen Staudensellerie, gewürfelt
• 4 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
• 1 Handvoll getrocknete Steinpilze
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Rosmarinzweig
• 1/2 Zimtstange
• 2 Dosen geschälte Tomaten
• 1/2 l Rotwein
• Pfeffer, Salz

1. Im Schmortopf Olivenöl erhitzen. Die Zwiebeln, die Möhren, den Knoblauch, die Kräuter, die Zimtstange und die Steinpilze für ein paar Minuten andünsten.
2. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und auf das Gemüse geben. Man kann das Fleisch auch mit anbraten, ich hab das diesmal nicht gemacht.
3. Die Tomaten und den Wein dazugeben. Zum Kochen bringen.
4. Deckel drauf und bei 180 Grad für 3 - 4 Stunden in den Ofen geben.
5. Nach der Schmorzeit das Fleisch aus dem Topf nehmen und in kleine Stückchen schneiden. Das Sehnenzeug und die Knochen entfernen.
6. Die Soße mit dem Rührstab nicht zu fein pürieren (vorher die Zimtstange und den Rosmarin rausfischen). Eventuell bei großer Hitze reduzieren lassen.
7. Das Fleisch wieder in die Soße geben. Fertig.

Dazu gab’s bei uns Mafaldine.

Mafaldine al ragù di coniglio

citykitchen 11. Oktober 2009

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Pasta mit Kaninchenragù

Die Mehrzahl meiner Bekannten kann mit Kaninchen in der Küche nicht viel anfangen. Die wenigsten wissen, wie man es zubereitet, wo man es herbekommt oder wie es schmeckt. Bei einigen ist die Hemmschwelle einfach zu groß, das kuschelige Langohr im Ofen zu braten, vor allem wenn sie selbst in ihrer Jugend ein Zwergkaninchen zum schmusen und spielen hatten…
Ich assoziere Kaninchen als Wildtier und Nahrung und landet somit hin und wieder bei uns auf dem Tisch.

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Zutaten für 2,5:

• Mafaldine ca. 300 g (ich bevorzuge frische Pappardelle - die waren leider aus)
• 2 Kaninchenkeulen
• 100 g frische Steinpilze
• 2 Stangen Sellerie
• 1 Karotte
• 1 kleine Zwiebel
• 2 Knoblauchzehen
• Petersilie
• Butter
• 500 ml Gemüsebrühe
• Olivenöl, Salz, Pfeffer

1. Das Fleisch vom Knochen lösen und in kleine Würfel schneiden.
2. Das Gemüse und die Zwiebel in ganz kleine Stückchen schneiden und mit einer geschälten, ganzen Knoblauchzehe ca. 3 Minuten in einer großen Pfanne (mit ca. 3 EL Olivenöl) dünsten.
3. Das Kaninchenfleisch dazugeben und ca. 3 Minuten anbraten.
4. In der Zwischenzeit die Steinpilze putzen, in kleine Würfel schneiden und in einem kleinen Topf mit 1 EL Butter, einer Knoblauchzehe (mit Schale) und 1 TL klein geschnittener Petersilie für ca. 3 Minuten dünsten. Mit Pfeffer und etwas Salz würzen.
Wenn ich Gemüsebrühe verwende, bin ich mit Salz sehr sparsam, da die Brühe schon gesalzen ist.
5. Die Pilze zu dem Gemüse und dem Fleisch dazugeben. Mit der Brühe ablöschen und 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Immer wieder mal umrühren. Gegen Ende der Kochzeit 1-2 EL Butter unterrühren. Abschmecken und nachwürzen.
6. Die Pasta zwischenzeitlich kochen. Nicht zu sehr abseihen, so dass noch etwas Pastawasser im Topf übrig ist. Zu dem Ragú geben, gut unterrühren und sofort servieren.

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