Archiv für das Tag 'Fast Food'

Grattis till Bröllopet!

citykitchen 15. Juni 2010

skagen

Toast Skagen

Ist eh klar: ich lese weder “Frau im Spiegel” noch “Das Neue Blatt” und der Klatsch und Tratsch aus den europäischen Königshäusern interessiert mich sowas von überhaupt nicht. Aber wenn alle paar Jahre eine von denen heiratet, bin ich dabei. Dann zapp ich nicht gleich weg, wenn die Glotze was über die Hochzeitsvorbereitungen bringt. Da bin ich ganz Mädchen. Rührselige Interviews, fähnchenschwingende Kinder, schicke Klamotten, coole Location - schön anzuschauen und tut nicht weh. Am Samstag geht’s also in Schweden rund; die Victoria ehelicht den Daniel (der mich immer an den zu Guttenberg erinnert…). Weil uns von der Wohnungseinrichtung bis zu unserem Namen einiges mit Schweden verbindet, schicken wir unsere Glückwünsche in Form eines kulinarischen Hattricks in den Norden: Heute gab’s Toast Skagen, morgen stehen Köttbullar auf dem Tisch und am Freitag lassen wir’s krachen mit Vodka Absolut. Alter Schwede…

Zutaten für 4 Toast:

• 250 g Nordseekrabben (im Original gekochte und geschälte Garnelen)
• 1/2 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
• 3 - 4 Stengel frischen Dill, fein gehackt
• 2 EL Olivenöl
• 1 EL Zitronensaft
• Schale 1/2 Bio-Zitrone, gerieben
• 2 EL Sour Cream (z.B. von “Apostels”) oder Sauerrahm
• Meersalz
• schwarzer Pfeffer
• Forellenkaviar
• 4 dicke Scheiben Weißbrot
• Butter

1.In einer Schüssel die Krabben (oder Garnelen) mit der Zwiebel, der Hälfte des Dills, Olivenöl, Sour Cream, Zitronensaft und -schale vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2. Eine Pfanne heiß werden lassen und die Brotscheiben reinlegen. Die Butter dazugeben und von beiden Seiten bei mittlerer Hitze rösten.
3. Die Krabbenmischung auf die gerösteten Brotscheiben verteilen, mit Kaviar und dem restlichem Dill garnieren.

Fazit: Im Original-Rezept werden geschälte Garnelen und Majonäse verwendet. Ich bin kein Fan von Majonäse und halte mich an die Variante von Jamie Oliver aus “Jamie Does”.

Grüner Spargel, wie ihn die kleine Naschkatze mag

citykitchen 20. April 2010

spargel_schinken
So mag’s die kleine Naschkatze.

Die kleine Naschkatze ist eigentlich eine kleine Gourmetkatze. Nur vom Feinsten und in Miniportionen serviert. Dazu soll das Essen schön ausschauen und Spaß machen. Fondue, Raclette, Hamburger (home made) und Ofenkäse stehen auf seiner Favoritenliste ganz weit oben.

Bei Obst und Gemüse ist er extrem zimperlich, das kann ich noch so schön anrichten. Da hab ich keine Chance. Schmeckt ihm nicht, ist langweilig, kann er nicht leiden. Meine Tricks, dass gesunde Zeug ins Essen zu mogeln hat er alle schon durchschaut. Das Kind isst ja nicht mal Tomatensoße! Das einzige Kind weltweit, dass Tomatensoße verabscheut. Himmel!

Zum Glück gibt es zwei Lebensmittel, die ihn vorm Dahinsiechen durch Skorbut verschonen und meine Nerven kurzfristig retten (”Kind, du musst doch Obst essen!”). Ja, er stürzt sich regelrecht darauf – wenn sie nach seinem Gusto zubereitet sind:

1. Goldkiwi – nicht zu hart, nicht zu weich. Nur essbar mit dem Grapefruitlöffel. Der Kiwilöffel ist zu breit, da schneidet er sich die Mundwinkel auf…

2. Grüner Spargel mit Serrano-Schinken umwickelt, gegrillt und ins weich gekochte Ei getunkt.
Ein lustiges “Mitmachessen” für ihn und mir kommen fast die Tränen, wenn ich seh’ wie das Kind sich das gesunde Zeug reinschaufelt.

spargel

eieiei

Den Spargel gründlich waschen. Das holzige Ende entfernen (ich mach’s so: die Spargelstange in beide Hände nehmen und langsam knicken. An der holzigen Stelle bricht’s ab.). Jede Spargelstange mit Schinken (Serrano, Parma) umwickeln und ab damit in die heiße Grillpfanne (Olivenöl). In der Zwischenzeit pro Person 1 Ei weich kochen. Spargel aus der Pfanne nehmen, würzen, evtl. Parmigiano drüberreiben. Den Spargel in die Hand nehmen, ins Ei tauchen, abbeissen. Macht süchtig!

Fast-Food: Kalbsfilet mit Gemüse

citykitchen 25. März 2010

kalb_mit_gemuese

Fit in den Frühling.

Zwischen Feierabendsport und Tagesschau bleibt nur wenig Zeit zum Kochen. Also muss ein leichter Snack her, der lecker schmeckt und nicht zu voll macht. Auf Salatgedönse hab’ ich am Abend überhaupt keinen Appetit und der Vorkoster braucht sowieso immer was “Gscheits” im Bauch. Als Fast-Food-Klassiker hat sich bei uns Steak in sämtlichen Variationen bewährt. Gestern gab’s für den Vorkoster ein schönes Stück Rind und die kleine Naschkatze und ich, wir haben uns Kalbslende gegönnt. Dazu ein Mix aus dem Gemüsefach, verfeinert mit dem Brotaufstrich “Brunch Kräuter” weil gerade nichts anderes cremiges im Kühlschrank war. In exakt 15 Minuten auf dem Tisch – inklusive schnippeln und fotografieren!

fleisch

Zutaten für 2,5:
• 2 Stück Rumpsteak
• 2 Stück Kalbsfilet
• 2 Zucchini
• 1 Karotte
• 1 Handvoll Champignons
• 1 Knoblauchzehe
• 2 EL “Brunch Kräuter”

1. Zucchini, Karotte und Champignons in Stücke schneiden.
2. Olivenöl in der Pfanne heiß werden lassen und das Gemüse darin scharf anbraten.
3. In der Zwischenzeit die mit Pfeffer gewürzten Steaks im heißen Fett (Butterschmalz) auf jeder Seite 2,5 Minuten braten (die Zeit variiert natürlich je nach Dicke). Ich brate immer einen Zweig Rosmarin mit, das Aroma geht ins Fett und somit ins Fleisch über. Eine tolle Sache… Danach in Alufolie wickeln und etwas ruhen lassen. Auf diesen Schritt kann man verzichten, wenn das Gemüse zeitgleich fertig wird…
4. In die Gemüsepfanne die klein gehackte Knoblauchzehe unterrühren und kurz mitbraten, mit Pfeffer und Salz würzen. Das “Brunch” unterrühren. Das war’s schon…