citykitchen 24. November 2009

Gewinnen keinen Schönheitspreis…
Was hatte ich mich gefreut, als ich bei der cuochetta ein Rezept über Bigoli gefunden hatte… und dann auch noch eines mit Kastanienmehl. Während der Zubereitung des Teiges dämmerte es mir bereits, dass es mit der Mengenangabe des Wassers “acqua calda q.b.” (q.b. = quanto basta = in hinreichender Menge) ein Problem geben könnte. So kam es dann auch: nach der halbstündigen Ruhephase war der Teig zu trocken, um zu einem feinen Strang ausgerollt zu werden. Die Röllchen sind mir unter den Fingern zerbröselt. Was jetzt? Der Hunger war groß und der Kühlschrank leer. Mit feuchten Händen den Teig zu Kügelchen gedreht (das ging einigermaßen…), mit dem Daumen eine Mulde reingedrückt und fertig waren die Orecchiette. In Butter mit Salbei geschwenkt und mit gutem Parmigiano bestreut, waren die “Bigoli inkognito” ein Gedicht.

Zutaten für 2:
• 40 g Kastanienmehl
• 130 g Semola di grano duro (Hartweizengriesmehl)
• etwas Salz
• warmes Wasser, in hinreichender Menge
1. Die beiden Mehlsorten und Salz vermischen und mit Wasser in hinreichender Menge verkneten, bis es einen weichen Teig gibt.
2. Den Teig zugedeckt für eine halbe Stunde ruhen lassen.
3. Den Teig zu Bigoli rollen. Bigoli sind eine Art dicke Spaghetti mit ca. 0,5 cm Durchmesser.
oder: Den Teig zu kleinen Kügelchen formen, mit dem Daumen eine Mulde reindrücken und schon hat man Orecchiette (Öhrchen).
Fazit: Ich kann jedem nur raten, frische Pasta mit Kastanienmehl zu machen. Unbedingt ausprobieren!
Tags: Bigoli, Orecchiette, Pasta
citykitchen 15. November 2009

Die erste Rote Bete meines Lebens!
Noch nie in meinem Leben hatte ich Rote Bete gegessen. Ohne nachvollziehbarem Grund hatte ich mich immer geziert auch nur zu probieren. Und weil es gar nicht meine Art ist, etwas nicht zu versuchen, war es an der Zeit das zu ändern. Beim Schmökern in Ankes Blog bin ich über diese herbstliche Vorspeise gestoßen und war von den wenigen Zutaten angetan und blitzschnell geht’s auch noch. Jetzt gab’s kein zurück mehr; ich bin losgezogen, um eine Rote Bete zu kaufen und kam mir dabei unvorstellbar experimentierfreudig und offen-für-alles vor. Aaargh.
Zutaten für 4:
• 1 rohe Rote Bete
• Ziegenfrischkäse
• Walnüsse
• flüssiger Honig
• schwarzer Pfeffer
1. Die Rote Bete schälen und in ganz feine Scheiben schneiden. Ich hab das mit meiner Trüffelmandoline gemacht. Achtung: Die Rote Bete färbt ab!
2. Ein paar Scheiben auf einen Teller legen. Einen Klecks Ziegenfrischkäse drauf. Gehackte Walnüsse und gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben.
3. Sehr dünne Honig-Fäden über den Frischkäse ziehen.
Ich wüsste zu gerne, warum ich mich bisher geweigert hatte Rote Bete zu essen… Ein bisschen schmeckt sie nach Acker und kaut sich wie eine Karotte. Auf jeden Fall ist mein albernes Rote-Bete-Trauma vorbei und als nächstes probiere ich die gekochte Variante oder Borschtsch. Danke Anke!
Tags: Rote Bete, Ziegenfrischkäse
citykitchen 4. November 2009

Für den schnellen Hunger.
Nach einem langen Tag im Büro muss es abends ruck zuck gehen. Der Kühlschrank ist nach unserem Trip nach Saló ordentlich gefüllt und das Rezept habe ich schon in Italien in der Zeitschrift “Subito pronto” zum schnellstmöglichen Nachkochen markiert.
Zutaten für 4:
• 320 g Fusilli
• 200 g Champignons
• 80 g Pekannüsse
• 80 g Gorgonzola (im Original-Rezept wird Roquefort verwendet)
• 1 grüner Apfel
• Olivenöl
• Saft einer halben Zitrone
• 1 Zweig Basilikum
• 1 Knoblauchzehe
• Pfeffer, Salz
1. Wasser für die Pasta zum Kochen bringen. Fusilli al dente kochen.
2. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
3. Die Pilze in einer Pfanne mit Olivenöl ein paar Minuten kräftig anbraten. Den Knoblauch dazugeben - nicht braun werden lassen.
4. Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Zu den Pilzen geben, Saft der halben Zitrone dazugeben. Die Nüsse mit dem Messergriff etwas klein hacken und mit in die Pfanne geben, bei hoher Hitze unter Rühren weiter anrösten bis die Pasta fertig ist.
5. Die Nudeln abseihen und zu den Pilzen in die Pfanne geben. Den Käse in Stückchen gut unterrühren. Würzen mit Pfeffer und Salz. Basilikum in kleinen Streifen über die Fusilli geben.
Quelle: “Subito pronto” 2009/11
Tags: Champignon, Gorgonzola, Pasta, vegetarisch
citykitchen 24. Oktober 2009

Chili und Ingwer wärmen auf.
Was für ein Herbstwetter! Der Nebel wollte sich gestern überhaupt nicht verziehen und hing wie eine dicke Dunstglocke über der Stadt. Schmuddelwetter hält uns in keinster Weise von unserem abendlichen Spaziergang ab. Im Gegenteil, ich genieße es sehr mit Gummistiefel in die Blätterhaufen zu springen. Zuhause werden die Taschen ausgeleert, die vollgestopft mit Kastanien, bunten Blättern und toll gefärbten Beerenstrauchzweigen sind. Und was hilft am besten gegen klamme Finger? Eine dampfende Suppe…
Zutaten für 4:
• 2 Dosen Kichererbsen (à 425 ml)
• 1 Stück Ingwer, ca. 30 g
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 2 Chilischoten
• 250 g Tomaten (geht auch mit Dosentomaten)
• 3 EL Öl
• 3 EL Tomatenmark
• 500 ml Gemüsebrühe
• Salz, Zimt, Garam Masala (oder Curry)
• 1 Bund Koriander
1. Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
2. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Ingwer fein reiben.
3. Chilischoten waschen, Kerne entfernen und in feine Streifchen schneiden.
4. Tomaten in grobe Stücke schneiden.
5. 2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln, Chili, jeweils die Hälfte vom Ingwer und Knoblauch andünsten. Tomatenmark einrühren.
6. Gemüsebrühe dazugießen. Tomaten und Kichererbsen dazugeben. Mit Salz, 1 Msp. Zimt und Garam Masala würzen. Aufkochen lassen und mit Deckel 20 Minuten köcheln.
7. In der Zwischenzeit den Koriander waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Fein hacken. Mit dem restlichen Ingwer, Knoblauch und 1 EL Öl verrühren (am besten im Mörser).
8. Die Suppe mit der Korianderpaste servieren.
Von der Suppe unbedingt für den nächsten Tag etwas aufheben; da schmeckt sie sogar noch besser!
Tags: Kichererbsen, Suppe