citykitchen 21. Dezember 2009

Mein erstes Käsefondue nach über 20 Jahren…
Am Wochenende war’s soweit, mein neues Käsefondue-Set hatte Premiere. Zu dritt haben wir es uns in der Küche gemütlich gemacht. Mit Glühwein und fetziger Weihnachtsmusik haben wir uns auf den Weihnachtsendspurt eingestimmt. Ich habe einen Berg Käse gerieben und die kleine Naschkatze hat gefragt, wo denn das Fleisch ist. Er war der festen Meinung, dass wir Fleischstückchen im Käse “frittieren”. Keine schlechte Idee eigentlich…

Zutaten für 2,5:
• 150 g Gruyere
• 150 g Appenzeller
• 150 g Emmentaler
• 1 Knoblauchzehe
• 200 ml trockenen Weißwein
• 20 ml Kirschwasser
• Muskatnuss, Pfeffer

1. Den Topf mit der Knoblauchzehe einreiben. Weißwein im Topf auf der Herdplatte zum Kochen geben. Den Käse grob reiben und dazugeben. Fleißig rühren, bis der Käse geschmolzen ist.
2. Den Kirschschnaps dazugeben und mit geriebener Muskatnuss und Pfeffer würzen.
3. Den Topf auf das Rechaud geben.
Fazit: Ich bin begeistert. Von dem Käse ist nichts übrig geblieben, wir haben den ganzen Topf weggeputzt – nur mit Weißbrot, ganz ohne Gemüse. Der kleinen Naschkatze habe ich einen kleinen Extratopf Fondue ohne Alkohol gemacht. Da habe ich den Käse in etwas heißer Sahne aufgelöst, das hat auch geschmeckt. Ich freu mich schon aufs nächste Mal.
Tags: Fondue, Käse
citykitchen 11. Dezember 2009

“Du brauchst gar keine Klöße machen! Die kann nur die Oma!”
…klärt mich die kleine Naschkatze auf. Das werden wir ja sehen! Zugegeben bin ich nicht sehr erfahren im Kartoffelklöße machen. Semmelknödel sind kein Problem; die klappen immer hervorragend. Aber da hat die kleine Naschkatze schon Recht: Die leckeren Klöße meiner Mama zu toppen ist echt ein Wahnsinns-Unterfangen. Ich bin dennoch guter Dinge und krame aus dem Gedächtnis ein einfaches Kloß-Rezept mit Gelinggarantie heraus, dass ich mal in einer TV-Kochshow aufgeschnappt hatte und genauso in der November-Ausgabe von “essen & trinken” steht. Übrigens sind Kartoffelklöße bei mir Klöße und keine Knödel,das ist einfach so, und das hat sich auch nach 13 Jahren in München noch nicht geändert. In der “essen & trinken” ist dann auch noch ein schönes Pilzragoutrezept, dass ich vereinfacht habe, indem ich Champignons aus der Tiefkühltruhe verwendet habe aber statt mit Gemüsebrühe mit einem Pilzfond aufgegossen habe.

Zutaten für 4:
Für die Kartoffelklöße:
• 600 g mehligkochende Kartoffeln
• 2 Eigelb
• Salz
• 30 g Speisestärke
• 30 g Butter
Für die Rahmchampignons:
• 500 g TK-Champignons in Scheiben
• 2 Schalotten
• 1 Knoblauchzehe
• 200 ml Pilzfond
• 200 ml Sahne
• 2 EL Schmand
• Petersilie, Thymian
• Pfeffer, Salz

1. Die Kartoffeln 25 Minuten kochen. Abpellen und 2 x durch die Kartoffelpresse pressen. Die Eigelb unterrühren, die Speisestärke über die Kartoffeln sieben und verkneten. Mit 1/2 TL Salz würzen und die zerlassene Butter dazugeben. Den Kartoffelteig zu einer Kugel formen und in vier gleichmäßig große Klöße formen.
2. Die Klöße in kochendes Salzwasser geben und auf ganz niedriger Hitze für ca. 20 - 25 Minuten sieden lassen.
3. Für die Rahmpilze die kleingeschnittenen Schalotten in einem Topf mit Öl langsam anschwitzen lassen. Die Pilze dazugeben. Ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, bis das Auftauwasser gut verdampft ist. Die Knoblauchzehe dazugeben und mit dem Pilzfond ablöschen. Bei großer Hitze reduzieren lassen. Die Sahne und das Creme fraiche unterrühren und weiter köcheln lassen, so ca. 5 Minuten.
4. Die Rahmchampignons mit kleingehackter Petersilie und Thymianblättchen würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fazit: Die Naschkatze hat Recht… Die Klöße waren geschmacklich wirklich gut - aber von der Konsistenz wie Kartoffelpüree in Kugelform. Ich weiß nicht, ob etwas schief gegangen ist oder ob das Rezept so gemeint war. Ich ruf mal meine Mama an…
Tags: Champignon, Klöße
citykitchen 6. Dezember 2009

Diesmal leider ohne Rosinen.
So ein Wochenende kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem wenn man als Mutter vergessen hat, das Nikolaussäckchen vor die Tür zu legen… Den ganzen Abend hab ich drangedacht: “… ich darf nicht vergessen, den Nikolaus vor die Tür zu stellen…”, “… jetzt räum ich schnell die Küche auf, dann stell ich den Nikolaus vor die Tür….”. So ging es die ganze Zeit und zu guter Letzt bin ich hundemüde sehr spät ins Bett, ohne das Gefühl was vergessen zu haben. In der Früh werde ich vom Öffnen und Schließen der Wohnungstür geweckt! Die kleine Naschkatze war schon auf den Beinen, um zu schauen, was der Nikolausi gebracht hat und ob er die Kekse gegessen hat. Wie konnte ich nur den Nikolaus vergessen! Aus dem Bett geschossen und scheinheilig das Säckchen vor die Tür gestellt… Hat er sich halt verspätet, bei der Masse von braven Kindern. Hat nichts geholfen. Kinder können so grausam sein. Dagegen hilft vielleicht eine süße Leckerei als Frühstück? Einen Versuch war’s wert…
Zutaten für 2,5:
• 5 Eier
• 1 Vanilleschote
• 250 ml Milch
• 2 EL Zucker
• 150 g Mehl
• etwas Salz
• 100 g Butter
• 4 EL Mandelblättchen
• Puderzucker
1. Die Eier trennen. Das Vanillemark aus der Schote kratzen und mit der Milch, den Eigelben, 1 EL Zucker, Mehl und einer Prise Salz mit dem Schneebesen verrühren. Den Teig etwas ruhen lassen. Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen und unter den Teig heben.
2. Die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne schmelzen lassen. Den Teig dazugeben und so lange backen bis die Unterseite goldbraun ist.
3. Den Teig mit einem Kochlöffe in Stücke rupfen. Die Mandelblättchen darüber streuen. Die restliche Butter dazugeben und verteilen. Mit Puderzucker bestreuen.
Fazit: Hat lecker geschmeckt, aber dem Hausfrieden nicht viel geholfen, weil: ich hatte kein Apfelmus! und Kaiserschmarrn ohne Apfelmus geht bei schmollenden 9-jährigen gar nicht.
Tags: Kaiserschmarrn
citykitchen 2. Dezember 2009

Schmeckt warm oder kalt.
Ein langer Tag im Büro liegt vor mir - inklusive Inventurkontrolle am Abend… Eine Menge Arbeit, die auch noch viel Konzentration abverlangt. Und exakt an so einem Tag gibt der Kantinenwochenplan für heute (wieder mal) nichts her, was mir auch nur im geringsten das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt…
So wird der Tag trotzdem mein Freund: schnell in der Früh einen leckeren Salat mixen und in eine bunte Melaminschüsseln packen, etwas Obst beim Griechen am Eck kaufen und bevor’s ins Büro geht, noch eine Tafel Schoki aus dem Automaten ziehen… Und los geht’s!
Zutaten für 1 (wenn man den ganzen Tag daran nascht; sonst reicht’s locker für 3):
• 40 g Cashewkerne
• 3 Frühlingszwiebeln
• 1 Handvoll Kirschtomaten
• 2 TL Butter
• 500 ml Gemüsebrühe
• 200 g Couscous
• Schafskäse
• geriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
1. Die Cashewkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne rösten.
2. Die Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen schneiden und in der Butter andünsten. Die Tomaten vierteln und mit dazugeben.
3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Hitze reduzieren. Couscous unterrühren und mit einer Gabel immer wieder auflockern, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Eventuell noch etwas Butter dazugeben. Geriebene Zitronenschale unterrühren.
4. Schafskäse mit den Händen in kleine Stückchen brechen und mit Cashewkernen über das Couscous geben.
Tags: Cashew, Couscous, Schafskäse