vegetarisch

Zitronenkuchen - supersaftig

citykitchen 21. März 2010

zitronenkuchen_lecker

Seit Wochen bin ich am Ausmisten und Kisten zusammenstellen für “den Flohmarkt”. Wir unterscheiden dabei zwischen “Kinderflohmarkt” und “Flohmarkt”. Gestern war’s soweit, der erste Kinderflohmarkt der Saison fand im Pfarrzentrum der Nachbarskirche statt. Und wie das so ist bei Veranstaltungen, die die Kirche organisiert in Zusammenhang mit Familien, müssen haufenweise Kuchen gebacken werden. Ich hatte schon seit längerer Zeit nichts mehr gebacken und hab den Samstag zum Backtag erklärt. Und weil ich spitzenmäßige sizilianische Bio-Zitronen hergenommen hab, war das Ergebnis nicht zu toppen. Die Kuchen (einer für uns, einer für das Flohmarktkuchenbuffet) waren wie sie sein sollen: locker, saftig und frisch zitronig. Hammer.

zitronenkuchen_noch_warm

Zutaten für 1 Kastenform:
• 250 g weiche Butter
• 180 g Zucker
• 5 Eier
• abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
• 250 g Mehl
• 2 TL Backpulver

Für den Guss:
• 70 ml Zitronensaft
• 70 g Puderzucker

zitronenkuchen

1. Die Butter schön cremig rühren. Die Eier und den Zucker dazugeben und weiter rühren.
2. Abgeriebene Zitronenschale, Mehl und Backpulver mit unterrühren.
3. Den Teig in eine gefette und mit Mehl bestreute Kastenform (25 cm) geben.
4. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für ca. 50 - 55 Minuten backen (Holzstäbchenprobe!).
5. Nach dem Backen den Kuchen für 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen, weitere 5 Minuten abkühlen. Den Kuchen zurück in die Form geben und mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen spießen.
6. Den Zitronensaft und Puderzucker vermischen. Über den Küchen träufeln (alles!).

Pasta-Manufaktur: Ravioli mit Kräuter-Ricotta-Füllung

citykitchen 13. März 2010

ravioli

Made in citykitchen.

Wenn ich bereit bin meine Küche total einzusauen, muss schon was gescheites dabei rauskommen. Und was gescheiteres als selbstgemachte Pasta gibt es nicht.

Pasta selbermachen hat viele Vorzüge. Klar, das Ergebnis schmeckt gut. Abgesehen davon,
a) macht es unheimlich viel Spaß.
b) ist Pastateig kneten das beste mir bekannte Aggressionsbewältigungsprogramm - ehrlich, egal worüber man sich den ganzen Tag geärgert hat, Pasta machen besänftigt. Das Schlagen und Kneten des Teiges beruhigt. Wenn der Teig super gelingt, ist alles plötzlich voller Sonnenschein. Und wenn der Teig rumzickt oder gar reisst, ärgert man sich ausschließlich über den verd…* Teig.
c) geht es - nach 1, 2 Mal üben - wirklich einfach.
d) ach, und für die eingesaute Küche, gibt es schließlich fleissige Helfer, die alles wieder ins Reine bringen…
Let’s go!

Pastateig für 3 - 4 Portionen:

• 300 g Semola di grano duro
• 3 Eier
• 1/2 TL Salz
• 1 EL Olivenöl

1. Die Zutaten für den Teig verrühre ich mit dem Handrührgerät (Knethaken!) für ca. 3 Minuten.
2. Dann schütte ich die Brösel auf die Arbeitsfläche und knete und schlage den Teig bis er schön glatt und elastisch ist und außerdem schön glänzt. Wenn ich merke, dass er noch zu bröselig ist, dann füge ich esslöffelweise Wasser dazu.
3. Zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und ruhen lassen (nicht im Kühlschrank!).

Zutaten für die Füllung:
• 250 g Ricotta
• 1/4 Knoblauchzehe, ganz fein gehackt
• 1/2 getrocknete Chilischote
• Salz und Pfeffer
• 2 Hand voll frischen Basilium, fein gehackt
• 1 Hand voll frischen Majoran oder Oregano, fein gehackt
• 1 Hand voll frische Petersilie, fein gehackt
• 1/2 Hand voll frische Minze, fein gehackt
• 1 Hand voll geriebenen Parmesan

ravioli_fuellung

Für die Füllung alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Von den Kräutern ca. 2 EL übrig lassen, die werden am Schluss noch gebraucht.

ravioli_4-haendig

Den Pastateig in vier Kugeln aufteilen. Jeweils eine davon weiterverarbeiten, die anderen wieder schön einpacken. Mit der Nudelmaschine erst 2 - 3 Mal auf der gößten Stufe durchdrehen, dann Stufe für Stufe immer feiner walzen, bis Stufe 4 oder 5 (ca. 1 mm). Am besten geht das, wenn jemand mithilft. Einer hält den Teig, der andere kurbelt und fängt den ausgewalzten Teig auf (mit ganz viel Glück findet man noch einen dritten, der die ganz Gaudi fotografiert…).

ravioli_teigplatten

Aus dem ausgerollten Teig Kreise ausstechen. Ich habe mein Ravioligebiss hergenommen, das allerdings so seine Tücken hat; immer muss ich mit der Hand nachhelfen - vielleicht muss das auch so sein.

ravioli_rand_muss_pappen

Teigkreis auf das Ravioligebiss legen, die Füllung drauf und - ganz wichtig - die eine Hälfte des Randes mit Wasser bepinseln, dann pappen die Ravioli besser zusammen und gehen im Kochwasser nicht auf.

ravioli_gebiss

… noch ein wichtiger Schritt: die Luft aus den Ravioli pressen! (omg… was sind das für Adern auf meinen Händen?)

ravioli_gebiss2
Jetzt die Raviolipresse zusammendrücken…

ravioli_endskrass
… so soll der fertige Raviolo ausschauen…

ravioli_in_reih_und_glied

Die fertigen Ravioli für 4 - 5 Minuten ins kochende Salzwasser. Als Finish 2 EL Butter mit einem Spritzer Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen. Die übrig gelassenen Kräuter hinzufügen und die abgetropften Ravioli darin schwenken. jammjammjamm….

ravioli_ueberbleibsel1

Und wenn noch ein Haufen Teig übrig ist, dann mach ich sowas: einfach die Teigreste zu lustigen geometrischen Formen schneiden und trocknen lassen (…ich hab jetzt Pasta e Fagioli im Kopf. yeah…).

ravioli_ueberbleibsel2

Oder Taglierini… die trocknen über Nacht und freuen sich auf ein Intermezzo mit einem Ragu.

Chana pulao

citykitchen 26. Februar 2010

chickpea_pilau

Schmeckt auch kalt sehr lecker!

Wer unter akutem Kohlehydratemangel leidet und Fan der pakistanischen Küche ist, dem leg ich dieses Pilau ans Herz. Dieses kleine Reisgericht lässt sich je nach Geschmack und Vorliebe variieren, von ganz mild bis feurig scharf (so mag ich es). Und weil der Reis und die Kichererbsen nur so strotzen vor Proteinen und Carb, reicht eigentlich schon eine halbe Portion um richtig satt zu werden. Wenn dann noch was übrig ist, pack ich mir den Rest in eine niedliche Schüssel und hab am nächsten Tag im Büro nach was davon.

Zutaten für 4 – 5:
• 500 g Basmatireis
• 115 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht und weichgekocht oder 400 g Kichererbsen aus der Dose
• 1 Dose geschälte Eiertomaten
• 125 ml Sonnenblumenöl
• 1 Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
• 1 TL frischen Ingwer, gerieben
• 3 Zimtstangen
• 1 TL schwarze Pfefferkörner
• 1 TL Kreuzkümmel
• Chilipulver, eh nach Vorliebe
• 3 Kardamonschoten
• Salz
• Naturjoghurt

1. Den Reis unter fließendem, kalten Wasser waschen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser für mindestens 1 Stunde quellen lassen.
2. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel langsam braun werden lassen. Den Ingwer und die Gewürze hinzufügen und für eine Minute mitrösten. Umrühren nicht vergessen! Die Gewürze können natürlich vorher im Mörser gemahlen werden!
3. Die Dosentomaten und 650 ml Wasser hinzufügen. Aufkochen lassen.
4. Jetzt kommen der Reis und die Kichererbsen dazu. Deckel drauf und für 15 Minuten köcheln lassen (oder bis der Reis zu 90 % gekocht ist).
5. Jetzt kommt der Clou: Ein sauberes Geschirrtuch gut mit Wasser anfeuchten. Den Deckel von der Pfanne nehmen und die Pfanne mit dem Geschirrtuch zudecken. Dann kommt der Deckel wieder drauf (auf das Tuch) und wird fest verschlossen.
6. Die Hitze auf ganz niedrig runterschalten. Auf diese Art für weitere 25 bis 30 Minuten (mehr warm halten als) kochen.

Wenn das ganze so vor sich hin brütet, bereite ich mir Röstzwiebeln vor, die ich dann auf das Pilau gebe. Mit dem Joghurt servieren.

Fastfood: Käsespätzle

citykitchen 17. Februar 2010

kaesespatzn

In 10 Minuten auf dem Tisch.

Endlich ist die Sonne da!! Bei dem kalten und finsteren Wetter der vergangenen Wochen ist mir die Lust auf Rausgehen immer öfter vergangen. Aber jetzt ist der Himmel wieder blau, wie es sich gehört, und die Sonne bringt trotz Minusgrade den Schnee langsam zum Schmelzen. Yipeeh! Faschingsdienstag ist der halbe Tag frei und als ich nach Hause kam, stand die kleine Naschkatze schon im Schneeanzug und mit Schlitten in der Tür. Im Hirschgarten sind wir stundenlang den Rodelhügel rauf gekeucht und runter gerast, haben uns blaue Flecken, nasse Hintern und einen Mordshunger geholt. Das heißt, in der Küche muss es dann wieder mal schnell gehen.

hirschgarten_rodeln

Zutaten für 3:
• 1 Päckchen Eierspätzle (muss ja schnell gehen, sonst gerne frisch und selbstgemacht)
• 1 Zwiebel
• Butter
• Bergkäse, gerieben
• etwas Milch
• Pfeffer, Salz, Muskat

hirschgarten

1. Die Zwiebel in Ringe schneiden und in der Pfanne mit etwas Butter langsam auf mittlerer Hitze braun rösten. Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
2. 2 EL Butter in die Pfanne geben, die Eierspätzle dazugeben und schön anbraten lassen, bis die Spätzle etwas angebräunt sind. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.
3. Die Pfanne vom Herd nehmen, Milch unter die Spätzle rühren, damit sie schön schlüpfrig werden. Den geriebenen Bergkäse (Menge je nach Lust und Laune) unterrühren.
4. Zwiebeln drüber. Fertig. Essen fassen.

hirschgarten_halfpipe

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