citykitchen 14. April 2010
Wärmt auch im April.
Ich friiiiieeeeere! Es regnet schon den ganzen Tag, die Temperaturen bewegen sich höchstens um 3 Grad (gefühlt…). Den ganzen Tag renn’ ich schon mit einer Gänsehaut rum und hab sogar überlegt aus meinem Nachmittagstee einen Grog zu machen. Mir reicht’s! Ich will Suppe! Der allerorten umtriebige Spargel hat heute keine Chance bei mir. Als Kompromiss zur Jahreszeit gibt’s ein schön leichtes Fischsüppchen… Frischer Fisch in München? Ich weiß es nicht. Weit und breit kein Meer. Wie soll das gehen? Es geht! Am Viktualienmarkt endlich einen Fischhändler ausgemacht, wo ich nicht gleich wieder verstört bis angewidert rückwärts raus bin. Und jetzt Butter bei die Fische…
Zutaten für 2:
• 300 g Fischfilet (z.B. Seebarsch, Meerbarbe, Red Snapper, Heilbutt… was die Fischtheke an Fisch mit festem Fleisch hergibt), in mundgerechte Stücke geschnitten
• 1 kl. Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten
• ½ Porreestange (nur das weiße) klein geschnitten
• 1 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
• 1 Glas Weißwein
• 300 ml Fischfond
• 400 g reife Tomaten, zerhackt
• 3 EL Tomatenmark
• 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
• 1 TL getrockneter Majoran
• 1 kl. Chilischote, fein gehackt
• 1 Spritzer Zitronensaft

1. Zwiebel, Porree, Majoran und Knoblauch im Topf mit Öl bei kleiner Hitze für 10 Minuten anschwitzen.
2. Mit dem Wein ablöschen. Paprika, Chilischote, Tomaten, Tomatenmark und Fond dazugeben. 15 Minuten köcheln lassen.
3. Den Fisch dazugeben, Deckel drauf und noch mal 8 Minuten köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Quelle: Das große Kochbuch der Fische & Meeresfrüchte
Tags: Fisch & Co, Suppe
citykitchen 28. Oktober 2009

Mitbringsel aus Urbino: Cicerchie
Von unserem letzten Urlaub in Urbino haben wir Cicerchie mitgebracht. Die Cicerchia - auf deutsch Platterbse - ist eine fast vergessene Hülsenfrucht, die in den Marken und Umbrien eine Art Comeback erlebt. Die Köche dort verwenden sie wie dicke Bohnen in Minestrone oder als Püree. Ich habe mir einige Gedanken gemacht, wie ich die Cicerchie zubereite und mich dann letztendlich für einen all-time-favourite entschieden: Cicerchie e Pasta - nach Art von Pasta e Fagioli.


Zutaten für 4:
• 250 g Cicerchie
• 100 g klein gewürfelter Speck
• Olivenöl
• 1 Zwiebel
• 1 Karotte
• 1 Stange Sellerie
• 1 Knoblauchzehe
• 2 EL Tomatenmark
• 2 getrocknete Chilischoten
• 2 Lorbeerblätter, 4 Salbeiblätter, 1/2 Stängel frischen Rosmarin
• Salz, Pfeffer (die “Pfefferwürste” auf dem Bild sind “Langer Pfeffer”, den verwende ich gerne in Suppen oder Eintöpfen)
• Kleine Pasta (z.B. Ditalini Rigati)
1. Die Cicerchie unter fließendem Wasser im Sieb reinigen. Mindestens 6 Stunden in reichlich Wasser einweichen (am besten über Nacht).
2. Die Hülsenfrüche abseihen und abtropfen lassen.
3. Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Stangensellerie klein würfeln.
4. Den Speck und das Gemüse bei niedriger Hitze in Olivenöl andünsten. Das Tomatenmark unterrühren. Den Topf beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
5. Die Cicerchie dazugeben. Lorbeer, Salbeiblätter und Rosmarin dazugeben. Mit ca. 1,5 Liter Wasser auffüllen, bis die Platterbsen und das Gemüse knapp bedeckt sind. Hitze hochdrehen.
6. Lorbeer, Chili und gemahlenen Pfeffer dazugeben. 40 Minuten köcheln lassen. (Den Schaum, der sich am Anfang der Kochzeit bildet, schöpfe ich mit einem Löffel ab.)
7. Wenn die Cicerchie weich sind, ungefähr ein Drittel von der Suppe im Mixer passieren und wieder in den Topf geben.
8. Die Pasta in den Topf geben und bissfest kochen. Wenn die Suppe zu dickflüssig ist, heißes Wasser dazugeben.
Fazit: Die Cicerchia erinnert mich geschmacklich und optisch stark an Kichererbsen und wird daher wohl ein einmaliger Kauf gewesen sein. 500 g für 5 Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen für getrocknete Erbsen. Geschmeckt haben sie uns aber auf jeden Fall.
Tags: Cicerchia, Pasta, Platterbse
citykitchen 24. Oktober 2009

Chili und Ingwer wärmen auf.
Was für ein Herbstwetter! Der Nebel wollte sich gestern überhaupt nicht verziehen und hing wie eine dicke Dunstglocke über der Stadt. Schmuddelwetter hält uns in keinster Weise von unserem abendlichen Spaziergang ab. Im Gegenteil, ich genieße es sehr mit Gummistiefel in die Blätterhaufen zu springen. Zuhause werden die Taschen ausgeleert, die vollgestopft mit Kastanien, bunten Blättern und toll gefärbten Beerenstrauchzweigen sind. Und was hilft am besten gegen klamme Finger? Eine dampfende Suppe…
Zutaten für 4:
• 2 Dosen Kichererbsen (à 425 ml)
• 1 Stück Ingwer, ca. 30 g
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 2 Chilischoten
• 250 g Tomaten (geht auch mit Dosentomaten)
• 3 EL Öl
• 3 EL Tomatenmark
• 500 ml Gemüsebrühe
• Salz, Zimt, Garam Masala (oder Curry)
• 1 Bund Koriander
1. Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
2. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Ingwer fein reiben.
3. Chilischoten waschen, Kerne entfernen und in feine Streifchen schneiden.
4. Tomaten in grobe Stücke schneiden.
5. 2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln, Chili, jeweils die Hälfte vom Ingwer und Knoblauch andünsten. Tomatenmark einrühren.
6. Gemüsebrühe dazugießen. Tomaten und Kichererbsen dazugeben. Mit Salz, 1 Msp. Zimt und Garam Masala würzen. Aufkochen lassen und mit Deckel 20 Minuten köcheln.
7. In der Zwischenzeit den Koriander waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Fein hacken. Mit dem restlichen Ingwer, Knoblauch und 1 EL Öl verrühren (am besten im Mörser).
8. Die Suppe mit der Korianderpaste servieren.
Von der Suppe unbedingt für den nächsten Tag etwas aufheben; da schmeckt sie sogar noch besser!
Tags: Kichererbsen, Suppe
citykitchen 11. August 2009

Eine meiner absoluten Lieblingssuppen!
Schmeckt herrlich tomatig und macht wegen der Fleischeinlage richtig schön satt; und ist außerdem schnell fertig.
(Die Suppe wollte schnell gegessen werden, darum ist das Foto extrem dürftig geworden…)
Den ganzen Beitrag lesen »
Tags: Hackfleisch, Suppe