süß

Grießflammeri auf Erdbeerpüree

citykitchen 21. Juli 2010

griessflammeri

Mmmmmh, ein Grießflammeri als Nachtisch.

Erst ist mir die Milch angebrannt und übergelaufen, in den Sekunden als ich im Küchenschrank nach den Förmchen gewühlt hatte. Dann hab ich vor lauter Hektik das Schälchen mit dem abgewogenen Grieß umgeschmissen und zu guter Letzt, kullert das Ei über die Arbeitsplatte und klatscht auf den (eben gewischten) Boden. Aaaargh. Durchschnaufen und von vorne anfangen… Beim zweiten Durchgang war alles wieder gut - bis auf… die Deko-Pfefferminze hat die Sonne nicht vertragen und schon mächtig Sommersprossen entwickelt. Die Lust auf Kochen ist mir nach dem Desaster in der bullenheißen Küche vergangen und auf den Hauptgang hab ich dann verzichtet….

Zutaten für 4:
• 1/2 l Milch
• 2 EL Zucker
• abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone (Bio)
• 60 g Grieß (Weichweizen)
• 1 Ei
• Salz
• Erdbeeren (so viel man halt mag)
• 1 EL Vanill-Zucker

1. Die Milch mit dem Zucker und der Zitronenschale aufkochen. Dann den Grieß einrühren und bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten quellen lassen.
2. Das Ei trennen, Eigelb unter den heißen Grieß rühren. Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen. Unter den Grieß heben. In 4 kalt ausgespülte Förmchen füllen und ab damit in den Kühlschrank.
3. Die Erdbeeren mit Vanill-Zucker mit dem Mixstab pürieren.

Fazit: Bei 27 Grad in der Küche braucht’s keinen Hauptgang. Eat Dessert first!

erdbeerstand

Aprikoseneis mit Aperol

citykitchen 14. Juli 2010

aprikoseneis_fertig

Brauch’ ich eine Eismaschine?

Schön wär’s ja schon. Jedes Jahr zu Sommeranfang wäge ich Pro und Contra ab. Mal seh’n:

Pro:
1. frisches Eis nach eigenem Geschmack, wann immer mir danach gelüstet.
Contra:
1. noch ein Teil, das mit großer Wahrscheinlichkeit an 355 Tagen im Jahr im Küchenschrank - der jetzt schon aus allen Nähten platzt - rumsteht.
2. Die Kühlschüssel passt nicht in mein Tiefkühlabteil.
3. In der Experimentierphase, kurz nach Kauf, leg ich locker drei Kilo zu.
4. Wer macht das Ding eigentlich sauber?

Ach nö, vielleicht nächstes Jahr. Bis dahin gibt’s weiter Eis am Plastikstäbchen. Wir finden das lecker und erfrischend - und das ist die Hauptsache - egal ob aus der Maschine, von der Eisdiele oder aus dem Plastikförmchen, stimmt’s?

Buttermilch-Zitrone mit Minze, Himbeer-Joghurt, Erdbeer pur und Fanta hatten wir schon. Heute gibt’s ein besonders gutes Aprikoseneis.

aprikoseneis_tupper

Zutaten für 4 Förmchen:
• 1 Dose Aprikosen (425 ml)
• 1 EL Zitronensaft
• 3 EL Aperol
• 1 EL Puderzucker

Die Aprikosen abtropfen lassen. Aprikosen mit Zitronensaft, Aperol und Puderzucker mit dem Mixstab fein pürieren. In die Förmchen gießen und ab damit in den Gefrierschrank.

aprikosen_dose

aprikosen

Quelle: Das Rezept hab’ ich bei lecker.de gefunden.

Nektarinenkuchen aus der Provence

citykitchen 10. Juli 2010

nektarinenkuchen_mit_sahne
Lecker, locker, saftig.

Die Märkte überschlagen sich geradezu mit einer gewaltigen Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Ich bin ganz aus dem Häuschen und kann mich nicht zurückhalten. Keine Ahnung, wer das alles essen soll, aber ich mach einfach mal einen Anfang mit einem fantastischen Nektarinenkuchen. Dieser Kuchen geht natürlich auch toll mit Pfirsichen, dann würde ich aber die Haut entfernen. Bei Nektarinen ist das nicht nötig.

Zutaten für eine Form von 24 cm Durchmesser:
• 4 Nekatrinen, schön groß und reif
• 25 g Butter
• 3 Eier
• 80 g Zucker
• 200 g Créme fraîche
• 1 gehäufter EL Maisstärke
• 1,5 TL Backpulver
• 150 g gemahlene Mandeln

nektarinenkuchen

1. Die Springform mit etwas Butter fetten und mit Mehl bestäuben.
2. Die Nektarinen jeweils in 10 Spalten schneiden.
3. Eier und Zucker so lange verrühren, bis die Masse schön dick und hell ist. Créme fraîche, Maisstärke und Backpulver unterrühren, die Mandeln dazugeben. Weiterrühren.
4. Die Hälfte des Teiges in der Form verteilen, darauf die Nektarinenspalten hübsch verteilen. Den restlichen Teig darübergießen.
5. Den Kuchen bei 190 Grad 25 Minuten backen, danach die Hitze auf 160 Grad runterdrehen und weitere 20 – 25 Minuten backen. Stäbchentest!
6. Mit leicht geschlagener Sahne servieren.

Fazit: Achtung hoher Suchtfaktor! Ich habe den halben (!) Kuchen an einem Tag alleine (!) gegessen… omg.

Quelle: Dieses Rezept ist ebenfalls aus dem sehr schönen Kochbuch „Küche der Provence“. Ich habe es allerdings etwas vereinfacht und auf das Blanchieren und Dünsten der Früchte verzichtet.

Für die Tonne: Heidelbeer-Ricotta-Kuchen

citykitchen 13. Juni 2010

torta_di_mirtilli2

Hä? Gar kein Backpulver?

Dass war der erste Gedanke beim Durchlesen des Rezeptes für einen Heidelbeerkuchen mit Ricotta.
Die Zeitschrift “So is(s)t Italien” hatte ich an der Supermarktkasse gesehen und gleich aufs Band gelegt.

Die Aufmachung ist ganz ok, die Fotos nett anzusehen (die ewigeTiefen(un)schärfe hält sich hier erfreulich in Grenzen…), die Rezepte simpel und scheinbar leicht nachzukochen. Für die Torta di mirtilli e ricotta hatte ich alle Zutaten zu Hause und Lust auf Backen auch.

Ich trau’ mich hier nicht das Foto aus der Zeitschrift zu posten, wie der Kuchen eigentlich aussehen sollte. Aber wenn ihr das Heft in die Hände bekommt, schaut’s euch in der Ausgabe 4/2010 Juni/Juli auf Seite 11 an.

Meine einzige Veränderung bestand darin, dass ich statt der empfohlenen Form mit einem Durchmesser von 23 cm, eine Backform mit 26 cm verwendet habe. Abgesehen davon habe ich mich genau an das Rezept gehalten, schon allein aus Vorsicht, da ich bisher noch keinen Kuchen mit Ricotta gebacken hatte. Das Fehlen von Backpulver hat mich aber gleich stutzig werden lassen.

Kurzum, mein Kuchen ist nicht aufgegangen und war zäh wie Fensterkitt. Mich ärgert’s um die schönen Zutaten und dass ich mich nicht getraut habe, das Rezept nach meinem Kochverstand richtig zu stellen. Noch einmal probieren werde ich das Rezept wohl nicht und das Heft bleibt in Zukunft im Regal liegen…

Der Vollständigkeit halber, schreibe ich das Original-Rezept trotzdem auf. Wenn jemand eine Idee hat, woran es noch gelegen haben könnte, weshalb der Kuchen so vermurkst ist, bitte her damit…

torta_di_mirtilli
Ich ahne schlimmes…

Zutaten:
• 350 g Mehl
• 250 g Zucker (200 g für den Teig, 50 g für den Sirup)
• 250 g Ricotta
• 150 ml Milch
• 2 Eier
• Schale und Saft einer Zitrone
• 200 g Heidelbeeren
• 150 ml Wasser (für den Sirup)

1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl in eine Schüssel sieben, 200 g Zucker und die Zitronenschale hinzufügen. In einer anderen Schüssel die Eier, den Ricotta und die Milch mischen, dann zu dem Mehl und dem Zucker geben. Mit einem elektrischen Handrührgerät gut vermischen. Danach die Heidelbeeren hinzugeben.

Genauso hab ich’s gemacht.

2. Die Mischung in die eingefettete Form (Durchmesser ca. 23 cm) geben, dann im vorgeheizten Ofen 45 Minuten backen.

Yep. So weit, so klar. Der Teig schaut allerdings schon etwas komisch aus. So zäh.

3. Während der Kuchen im Ofen ist, kann man einen Zitronensirup vorbereiten. Dazu wird der restliche Zucker mit Wasser und dem Zitronensaft in einem kleinen Topf erhitzt und 5 Minuten lang geköchelt. Sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, mit dem Zitronensirup beträufeln und mit etwas Sahne servieren.

Jawoll. Auch den Sirup hab ich in einem kleinen Topf angerührt. Der hat’s aber auch nicht mehr rausgerissen.

Nächste Einträge »