Risotto & Reis

Sizilianischer Abend mit Arancini, Madrid und Fulham

citykitchen 13. Mai 2010

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Frittierte Reisbällchen.

Die Vorbereitungen für unseren sizilianischen Abend sind abgeschlossen: Die DVD steckt im Player, die Zutaten für die Arancini liegen parat, der Weißwein ist gekühlt. Jetzt nur noch schnell die Reisbällchen machen und es kann losgehen. Arancini di Riso kenn ich aus Italien in verschiedenen Varianten und gehören dort zu meinen Lieblingssnacks. Zu unserem sizilianischen Abend hab ich sie zum ersten Mal selbstgemacht…

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Zutaten für 8 Arancini:
• 300 g Rundreis (ich habe Milchreis genommen)
• 3/4 l Hühnerbrühe
• 1 Briefchen Safran
• 2 EL Butter
• 50 g geriebener Parmesan
• 2 Eier
• 1 kleine Zwiebel
• 100 g Hühnerfilet
• 2 Hühnerleber
• Olivenöl
• 50 ml trockener Weißwein
• 1 EL Tomatenmark
• 100 g Erbsen (bei mir TK)
• Salz, schwarzer Pfeffer
• 4 Stängel Basilikum
• 100 g Scamorza
• Semmelbrösel
• 750 ml Olivenöl zum Frittieren

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1. Den Reis in der Brühe mit dem Safran zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze 20 Minuten quellen lassen. Butter und Parmesan unter den Reis mischen und etwas abkühlen lassen. Dann 1 Ei untermengen und ganz abkühlen lassen.
2. Die Zwiebel fein hacken; das Fleisch und die Leber ebenfalls klein schneiden. Die Zwiebel in Öl glasig dünsten, Fleisch mit anbraten. Mit Weißwein und Tomatenmark ablöschen, Erbsen hinzufügen. 10 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Basilikum fein schneiden und unterrühren.
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3. Den Reis in 8 Portionen teilen. Mit der Hand flach drücken, mit Fleischmasse und klein gewürfeltem Käse belegen, über der Füllung schließen und zu einem Bällchen formen. Die Bällchen in verrührtem Ei und dann in Semmelbrösel wälzen.
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4. In heißem Olivenöl für ca. 4 - 5 Minuten frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Fazit: Unwahrscheinlich lecker! Das Formen der Bällchen ist nicht so gut gelungen, der Reis war noch etwas zu schlonzig. Da hätte ich den Reis länger quellen lassen müssen. Die Bällchen sind eckig bis unförmig geworden und weit davon entfernt, wie kleine Orangen auszusehen, das Frittieren haben sie ohne auseinander zu fallen überstanden und sie schmecken wie im Urlaub.

Quelle: Süditalien Küche & Kultur, GU

Wie der Film war? Keine Ahnung. Zwei Fußball-Teams haben gegeneinander in einem wichtigen Wettbewerb gespielt. So wichtig, dass der Vorkoster unbedingt schauen musste. Das eine Team war aus Madrid, das andere aus London und Hugh Grant war im Publikum. Madrid hat gewonnen. DVD gibt’s am Wochenende.

Risotto mit Fleischeinlage

citykitchen 13. Februar 2010

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Risotto geht immer.

Vor dem Samstagseinkauf gilt konsequent Regel Nummer 1: Niemals hungrig in den Supermarkt gehen! Never. Mit knurrendem Magen verdoppeln (bis vervierfachen) sich die Einkäufe. Zu groß ist die Gier und dann landen so Sachen wie Milchschnitte, Fertigaufschnitt, Puddingpulver, Aufbackbrötchen und Kochmagazine im Einkaufswagen. Bäh. Also, was gibt der Kühlschrank noch her, um nicht in die Fressfalle zu treten? Mal sehen: zwei kleine Zucchini (unerwarteterweise noch recht knackig) und ein Schweinefiletstück (das eigentlich für Sonntag eingeplant war…), TK-Gemüse ist eh immer im Froster und Wein reift im Weinkeller (= Schlafzimmer). Für ein schnelles Risotto ist alles da. Also wird hurtig losgeschnippelt und dann im Hit (so heißt unser Food-Dealer) mächtig Kohle gespart (die ich dann für das ganze unnütze Tchibozeugs dort verprasse. uaahr.).

Zutaten für 4:
• 2 kleine Zucchini
• Erbsen (TK)
• Butter
• 2 Schalotten
• Risotto-Reise - Carnaroli mag ich am liebsten
• 250 ml Weißwein
• 1 l heiße Gemüsebrühe
• frisch geriebener Parmesan - oder Pecorino (ruhig mal probieren, schmeckt würziger)
• 200 g Schweinefilet
• Butterschmalz
• Pfeffer, Salz, Muskat - die üblichen drei….

1. Zucchini in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanner in zerlassener Butter bei mittlerer Hitze leicht anrösten.
2. In der Zwischenzeit das Fleisch in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
3. Die Schalotten fein würfeln. Butter in einen Topf geben und die Schalotten langsam darin glasig dünsten.
4. Den Reis dazugeben und rumrühren, solange bis er glasig ist. Mit dem Wein ablöschen.
5. Rühren, bis der Wein fast eingezogen (oder verdampft) ist.
6. Jetzt die TK-Erbsen und die Zucchiniwürfel dazugeben und wieder verrühren.
7. Mit dem Schöpflöffel immer soviel heiße Brühe dazugeben, bis die vom Reis aufgesogen ist.
8. Rühren, Brühe zugießen, rühren, Brühe zugießen, rühren, rühren,….. usw.
9. Kurz bevor der Reis gar ist, d.h. im Kern noch knackig, die Schweinefiletscheiben pfeffern und salzen und in einer Pfanne mit Butterschmalz (kein Olivenöl, das wird nicht so gut) bei großer Hitze anbraten und dann in der Pfanne bei mittlerer bis kleiner Hitze fertig garen. Achtung: das geht ratzfatz. Wenn die zu lange in der Pfanne sind, wird das Fleisch hart.
10. Jetzt kommt der Reis wieder dran. Wenn die Brühe fast aufgesogen ist, den Topf von der Platte nehmen und den geriebenen Käse dazugeben. Bei mir werden es immer ungefähr zwei Hände voll, ich mag’s so. Vielleicht noch etwas Butter unterrühren, mit Pfeffer und Muskat würzen.
11. Den Reis schön auf einem Teller anrichten, die Fleischscheiben dazugeben und die Welt ist in Ordnung.

Kürbisrisotto mit Prosecco

citykitchen 6. November 2009

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Das Beste an Kürbissen sind ihre “Praktischheit”.

Sobald die Blätter sich zu verfärben beginnen, kaufe ich, in einem Anflug von herbstlicher Vorfreude, einen Kürbis. Jedes Jahr. Und dann dekoriert er wochenlang die Wohnung. Im Laufe unserer abendlichen Spaziergänge kommen dann Kastanien, schöne Blätter, Hagebutten und Eicheln dazu. Dann fangen die Sachen an einzustauben oder zu zerbröseln (warum müssen Kinder immer alles anfassen?). Der Blätterkram fliegt in den Biomüll und übrig bleibt der, jawohl, der Kürbis. Der Kürbis als Inbegriff von Herbst und Halloween wird nach seiner Karriere als Schmuckstück zerstückelt und zerfleischt. Ist doch praktisch, oder? Ich habe übrigens kein Problem mit Halloween! Warum auch? Ist doch eine lustige Abwechslung in der langen und meist ruhigen Zeit zwischen Oktoberfest und Weihnachten. Ob aus Amerika eingeschleppt oder ursprünglich doch deutsch, darüber scheiden sich die Geister. Es tut niemanden weh, die Kinder haben Spaß und schließlich muss ja niemand mit-, bzw. die Tür aufmachen. In München hält sich der Halloweenrummel eh in Grenzen.

Geschmacklich kann ich mit Kürbis allerdings nicht viel anfangen - bis auf zwei Ausnahmen: Kürbissuppe (hervorragend!) und Risotto (1 Mal/Herbst). Hier also mein diesjähriges Kürbisrisottorezept.

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Zutaten für 4:
• 600 g Kürbis (dieses Jahr war es ein Butternusskürbis)
• 350 g Risottoreis
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 200 ml Prosecco
• 1 l Gemüsebrühe
• Butter
• Parmesan
• 2 Lorbeerblätter
• Pfeffer, Salz

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1. Den Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel fein würfeln.
2. Butter und Lorbeerblätter in einen großen Topf geben. Die Zwiebeln darin ganz langsam auf mittlerer Hitze schön weich werden lassen (nicht braun!).
3. Den Reis dazugeben und verrühren, bis er schön glänzt. Die Kürbiswürfel mit dazugeben und vermischen.
4. Mit dem Prosecco ablöschen und einkochen lassen.
5. Jetzt mit einem Schöpflöffel nach und nach die heiße (!) Brühe dazugeben. Immer einen Schöpflöffel, dann rühren (eigentlich ist es mehr ‘einmassieren’) bis die Brühe eingezogen ist, dann den nächsten Löffel usw. Das ganze geht je nach Reissorte bis zu 35 Minuten. Der Reis ist fertig, wenn er im Kern noch bissfest, aber nicht mehr hart ist.
6. Dann den Topf von der Herdplatte nehmen und den Parmesan reinreiben und unterrühren. Die Menge variiert nach Geschmack. Ich mag viel Käse und mische am liebsten jungen und alten Parmigiano reggiano. Nochmal einen EL Butter dazugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Fazit: Hm, vielleicht wird es Zeit meine Kürbisvorurteile neu zu sortieren. Das Risotto hat mir nämlich hervorragend geschmeckt.