Tomatensauce. Punkt.
citykitchen 14. Juni 2010
Pasta mit Tomatensauce kann der Himmel auf Erden sein. Viele, viele Jahre ist es her, als mir meine Mutter nach der Schule schon an der Haustüre “Miraaaaacoliiiiiii” entgegenschrie und mein Magen vor Freude hüpfte. Zu einer Zeit, als es in unserem Dorf meiner fränkischen Heimat, noch keinen Basilikum gab und von Aceto Balsamico auch noch niemand etwas gehört hatte, da war so ein “Miracoli-Tag” etwas besonderes und eine exotische Abwechslung vom fränkischen “Dreigestirn” (= Fleisch, Klöse, Gemüse).
In einer bunten Packung waren die Nudeln, ein Päckchen getrockneter “Kräuter”, gemahlener Parmesan und ein Alupäckchen mit Tomatenmark. Das Tomatenmark kam in den Topf, das Tütchen wurde dann bis zum Strich mit Wasser aufgefüllt und mit dem Tomatenmark verrührt, die Kräuter rein und heiß werden lassen. In der Zwischenzeit wurden die Nudeln (damals hießen Nudeln noch Nudeln) gar gekocht. Gehörte damals zu meinen absoluten Lieblingsessen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie eine richtig gute Tomatensauce schmecken kann.
Das A und O einer weltklasse Tomatensauce ist die Qualität der Zutaten. Mit Dosentomaten aus dem Discounter, ranzigem Pfeffer und billigem Käse wird’s eher Miracoli…
Zutaten:
• 3 Knoblauchzehen
• 3 Stengel Basilikum
• 2 getrocknete kleine Chilischoten
• 2 Dosen Tomaten (ganz oder gestückelt) bester Qualität, z.B. Mutti
• 1 TL Oregano (getrocknet)
• 1 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
• Meersalz
• 2 EL Balsamico-Essig
• 1 EL Butter
• 1 Handvoll geriebenen Parmesan
1. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Vom Basilikum die Blätter abzupfen und die Stengel ebenfalls fein hacken. Knoblauchzehen, die Basilikumstengeln, Oregano und die Chilischoten anschwitzen. Die Dosentomaten hinzugeben und mindestens (!) 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
2. Zum Schluss den Balsamico-Essig, die Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.










