Fleisch

Champignon-Gorgonzola-Bruschette mit Kasseler

citykitchen 28. Februar 2010

bruschetta_mit_kassler

Nicht wirklich fotogen.

Ha, von wegen “schnelles Ofenbrot”! Das Rezept steht in der März-Ausgabe der “lecker” in der Kategorie Fix & Feierabend und soll in 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Beim Durchlesen war mir schon klar, dass das nix wird mit der halben Stunde. 400 g Champignons putzen und in Streifen schneiden; das geht nicht einfach so ratzfatz. Zwiebel schneiden ist kein Problem, da hab ich mächtig Speed drauf aber dann musste ich noch den Knochen vom Fleisch lösen…

Mit den Zeitangaben bei Rezepten komm ich generell nicht aus: es müssen doch erst die Zutaten zusammengesucht werden, dann die passenden Töpfe hervorgekramt und das Messer nochmal schnell geschliffen. Zwischendrin werden die Zutaten gewogen, gewaschen, geputzt und geschnitten. Das braucht alles seine Zeit. Ich habe keine Ahnung, ab wann die Zeit in Kochbüchern gestoppt wird; für die Bruschette habe ich vom ersten Öffnen der Kühlschranktür bis zum Servieren genau 1:05 h gebraucht.

champignons

Zutaten für 3,5:
• 4 dicke Scheiben Graubrot
• 1 Zwiebel
• 400 g Champignons
• 4 Kasselerkoteletts, ausgelöst
• 100 g Gorgonzola
• 1 EL Mehl
• 1/8 l Wein
• 100 g Brunch Kräuter oder Schmand
• Petersilie

1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Brote auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen.
2. Zwiebel schälen und würfeln, Pilze putzen und in Scheiben schneiden.
3. Fleisch in der Pfanne von jeder Seite anbraten. Auf die Brotscheiben legen.
4. Zwiebeln und Pilze im Bratfett braun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mehl darüberstäuben und kurz anschwitzen. Mit dem Wein ablöschen, aufkochen und unter Rühren einige Minuten köcheln. Brunch, bzw. Schmand und den Gorgonzola einrühren.
5. Den Pilzrahm auf den Kasseler verteilen und für 5 Minuten im Ofen überbacken.

Fazit: Ein kleiner aber absolut sättigender Feierabendsnack. Beim nächsten Mal bin ich sparsamer mit dem Brunch, weil mir das ganze doch etwas zu “mastig” war.

Quelle: “lecker” 03/2010

Beinscheibenragu dekadent

citykitchen 21. Februar 2010

beinscheibenragu_mit_mafaldine

Kocht sich von alleine.

Schmorgerichte sind einfach unschlagbar. Der Abwasch hält sich in Grenzen und der Ofen macht die ganze Arbeit. Die Zutaten werden grob geschnippelt, angebraten und schmoren im Ofen vor sich hin. In der Zwischenzeit ist eine Menge Zeit, um die Küche wieder auf Vordermann zu bringen. Danach einfach die Beine hochlegen und warten bis das Essen fertig ist.

Beim nächsten Mal pass ich allerdings besser auf, was ich in den Topf reinschütte. Mein Vorrat an Rotwein war bis auf eine Flasche erschöpft. Die letzte Flasche war ein Franzose mit dem Namen “Le vieux Village” aus 2007. Ein Weihnachtsgeschenk. Die halbe Flasche hab ich in den Topf geschüttet. Als der Bauch vollgeschlagen war (mit diesem absolut leckeren Ragu), hab ich spaßeshalber gegoogelt, was der Tropfen wert ist. Oh mein Gott! 119 Euro!! Wein des Jahres 2009. Schock. Schriller Aufschrei. Ach, was soll’s…

beinscheiben

Zutaten für 4:
• Beinscheiben vom Rind, 1 kg
• 1 Zwiebel, gewürfelt
• 3 Möhren, gewürfelt
• 3 Stangen Staudensellerie, gewürfelt
• 4 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
• 1 Handvoll getrocknete Steinpilze
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Rosmarinzweig
• 1/2 Zimtstange
• 2 Dosen geschälte Tomaten
• 1/2 l Rotwein
• Pfeffer, Salz

1. Im Schmortopf Olivenöl erhitzen. Die Zwiebeln, die Möhren, den Knoblauch, die Kräuter, die Zimtstange und die Steinpilze für ein paar Minuten andünsten.
2. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und auf das Gemüse geben. Man kann das Fleisch auch mit anbraten, ich hab das diesmal nicht gemacht.
3. Die Tomaten und den Wein dazugeben. Zum Kochen bringen.
4. Deckel drauf und bei 180 Grad für 3 - 4 Stunden in den Ofen geben.
5. Nach der Schmorzeit das Fleisch aus dem Topf nehmen und in kleine Stückchen schneiden. Das Sehnenzeug und die Knochen entfernen.
6. Die Soße mit dem Rührstab nicht zu fein pürieren (vorher die Zimtstange und den Rosmarin rausfischen). Eventuell bei großer Hitze reduzieren lassen.
7. Das Fleisch wieder in die Soße geben. Fertig.

Dazu gab’s bei uns Mafaldine.

Nachgekocht: Gulasch von Claus

citykitchen 12. Februar 2010

gulasch

… Hauptsache lecker!…

Ich war wieder mal auf der Suche nach einem Rezept: Diesmal sollte es Gulasch sein. Zur Zeit bin ich ganz heiß auf Topfgerichte (das liegt wohl an meinem supermegatollen neuen Topf von Le Creuset! Knallorange, sauschwer, groß genug (24 l cm) und einfach nur genial.).Bei Claus wurde ich ganz schnell fündig. Schon beim Lesen war mir klar, dass das einfach nur lecker ist. Ich hab mich ganz genau an das Rezept gehalten und verzichte daher auf die Beschreibung von Zutaten und Zubereitung. Achtung: Unbedingt die Tipps berücksichtigen! Die haben’s in sich. Und nach 4 Stunden Schmorzeit war auch bei mir die Geduld am Ende und musste das Ergebnis in mich hineinschaufeln. Es hat nicht mal mehr für ein gscheites Foto gereicht… aber das gibt’s ja auch beim Claus.

Ochsenschwanzragù mit Fettuccine (fatte in casa)

citykitchen 8. Dezember 2009

ochsenschwanzragu_mit_pasta

Gut Ding will Weile haben…

Manchmal muss es mehr sein. Mehr Fleisch, mehr Fett, mehr Kohlenhydrate, mehr Zeit für meine Lieben und mich. Ich will alles auf einmal. Und wie soll das funktionieren? Am besten zeitig aus den Federn kommen, einen entspannten Tag planen und sich abends auf ein tolles Essen freuen. In der Umsetzung sieht das so aus: Im Schlafanzug die paar Zutaten für das Essen schnippeln, anbraten, in den Ofen schieben. Dann schnell bequeme, warme Draußenklamotten anziehen und raus geht’s an die frische Luft. Ein langer Spaziergang im Englischen Garten mit dem Vorkoster, der kleinen Naschkatze und dessen Kumpel. Über den Christkindlmarkt am Chinesischen Turm schlendern, dort Bratwurst naschen und Glühwein schlürfen (leider mit zuviel Anis). Dann noch einen Abstecher zum Spielplatz, damit sich die Jungs ordentlich austoben. Zum Schluss noch bei den Surfern am Eisbach vorbeischauen. Da friert’s mich schon beim Zuschauen, wenn ich seh’, wie die im eiskalten Wasser über die Wellen surfen… Manchmal bin ich gern ein Warmduscher. Und wenn wir heimkommen, ist das Essen schon (fast) fertig. Das Leben ist schön.

zutaten

fleisch

fettucine

Pastaherstellung unter erschwerten Bedingungen: Die Maschine hält nur auf der Arbeitsfläche über der Waschmaschine…

Zutaten für 4:
Fleisch:
• 700 g Ochsenschwanz, in Stücke geschnitten
• 1 Stange Sellerie
• 1 Karotte
• 1 Zwiebel
• 300 ml Weißwein
• 1 EL Fenchelsamen
• 1 EL getrocknete Wacholderbeeren
• 1,5 cm Zimtstange
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleine getrocknete Chilischote
• 2 Dosen gehackte Tomaten
• Pfeffer, Salz

Pasta:
• 300 g Semola di grano duro (gemahlener Hartweizengries)
• 3 Eier (zimmerwarm)
• 1/2 TL Salz
• 1 TL Olivenöl

1. Im Schmortopf die Ochsenschwanzstücke in Olivenöl ordentlich von allen Seiten anbraten. Zwiebel, Sellerie und Karotte fein würfeln, dazugeben und mit dem Fleisch anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen.
2. Fenchel, Wacholderbeeren und die Zimtstange im Mörser zerstoßen und mit dem Lorbeerblatt dazugeben.
3. Die Dosentomaten hinzufügen. Deckel drauf und für mindestens 4 Stunden bei 150 Grad in den vorgeheizten Ofen geben. Bei uns wurden es sechs Stunden…
4. Dann das Fleisch vom Knochen lösen und in feine Stückchen schneiden. Das Fleisch wieder in die Soße geben und auf dem Herd leicht weiterköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. In der Zwischenzeit den Pastateig zubereiten: Die Zutaten mit den Händen in einer Schüssel vermischen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Zu einer Kugel formen, in Haushaltsfolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen (nicht im Kühlschrank!).
6. Den Pastateig mit der Pastamaschine in die gewünschte Form bringen. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung der Pastamaschine…
7. Pasta kochen, Ragú darüber geben und dann einfach nur noch genießen.

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