Antipasti

Grüner Spargel, wie ihn die kleine Naschkatze mag

citykitchen 20. April 2010

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So mag’s die kleine Naschkatze.

Die kleine Naschkatze ist eigentlich eine kleine Gourmetkatze. Nur vom Feinsten und in Miniportionen serviert. Dazu soll das Essen schön ausschauen und Spaß machen. Fondue, Raclette, Hamburger (home made) und Ofenkäse stehen auf seiner Favoritenliste ganz weit oben.

Bei Obst und Gemüse ist er extrem zimperlich, das kann ich noch so schön anrichten. Da hab ich keine Chance. Schmeckt ihm nicht, ist langweilig, kann er nicht leiden. Meine Tricks, dass gesunde Zeug ins Essen zu mogeln hat er alle schon durchschaut. Das Kind isst ja nicht mal Tomatensoße! Das einzige Kind weltweit, dass Tomatensoße verabscheut. Himmel!

Zum Glück gibt es zwei Lebensmittel, die ihn vorm Dahinsiechen durch Skorbut verschonen und meine Nerven kurzfristig retten (”Kind, du musst doch Obst essen!”). Ja, er stürzt sich regelrecht darauf – wenn sie nach seinem Gusto zubereitet sind:

1. Goldkiwi – nicht zu hart, nicht zu weich. Nur essbar mit dem Grapefruitlöffel. Der Kiwilöffel ist zu breit, da schneidet er sich die Mundwinkel auf…

2. Grüner Spargel mit Serrano-Schinken umwickelt, gegrillt und ins weich gekochte Ei getunkt.
Ein lustiges “Mitmachessen” für ihn und mir kommen fast die Tränen, wenn ich seh’ wie das Kind sich das gesunde Zeug reinschaufelt.

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Den Spargel gründlich waschen. Das holzige Ende entfernen (ich mach’s so: die Spargelstange in beide Hände nehmen und langsam knicken. An der holzigen Stelle bricht’s ab.). Jede Spargelstange mit Schinken (Serrano, Parma) umwickeln und ab damit in die heiße Grillpfanne (Olivenöl). In der Zwischenzeit pro Person 1 Ei weich kochen. Spargel aus der Pfanne nehmen, würzen, evtl. Parmigiano drüberreiben. Den Spargel in die Hand nehmen, ins Ei tauchen, abbeissen. Macht süchtig!

Pasta-Manufaktur: Ravioli mit Kräuter-Ricotta-Füllung

citykitchen 13. März 2010

ravioli

Made in citykitchen.

Wenn ich bereit bin meine Küche total einzusauen, muss schon was gescheites dabei rauskommen. Und was gescheiteres als selbstgemachte Pasta gibt es nicht.

Pasta selbermachen hat viele Vorzüge. Klar, das Ergebnis schmeckt gut. Abgesehen davon,
a) macht es unheimlich viel Spaß.
b) ist Pastateig kneten das beste mir bekannte Aggressionsbewältigungsprogramm - ehrlich, egal worüber man sich den ganzen Tag geärgert hat, Pasta machen besänftigt. Das Schlagen und Kneten des Teiges beruhigt. Wenn der Teig super gelingt, ist alles plötzlich voller Sonnenschein. Und wenn der Teig rumzickt oder gar reisst, ärgert man sich ausschließlich über den verd…* Teig.
c) geht es - nach 1, 2 Mal üben - wirklich einfach.
d) ach, und für die eingesaute Küche, gibt es schließlich fleissige Helfer, die alles wieder ins Reine bringen…
Let’s go!

Pastateig für 3 - 4 Portionen:

• 300 g Semola di grano duro
• 3 Eier
• 1/2 TL Salz
• 1 EL Olivenöl

1. Die Zutaten für den Teig verrühre ich mit dem Handrührgerät (Knethaken!) für ca. 3 Minuten.
2. Dann schütte ich die Brösel auf die Arbeitsfläche und knete und schlage den Teig bis er schön glatt und elastisch ist und außerdem schön glänzt. Wenn ich merke, dass er noch zu bröselig ist, dann füge ich esslöffelweise Wasser dazu.
3. Zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und ruhen lassen (nicht im Kühlschrank!).

Zutaten für die Füllung:
• 250 g Ricotta
• 1/4 Knoblauchzehe, ganz fein gehackt
• 1/2 getrocknete Chilischote
• Salz und Pfeffer
• 2 Hand voll frischen Basilium, fein gehackt
• 1 Hand voll frischen Majoran oder Oregano, fein gehackt
• 1 Hand voll frische Petersilie, fein gehackt
• 1/2 Hand voll frische Minze, fein gehackt
• 1 Hand voll geriebenen Parmesan

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Für die Füllung alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Von den Kräutern ca. 2 EL übrig lassen, die werden am Schluss noch gebraucht.

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Den Pastateig in vier Kugeln aufteilen. Jeweils eine davon weiterverarbeiten, die anderen wieder schön einpacken. Mit der Nudelmaschine erst 2 - 3 Mal auf der gößten Stufe durchdrehen, dann Stufe für Stufe immer feiner walzen, bis Stufe 4 oder 5 (ca. 1 mm). Am besten geht das, wenn jemand mithilft. Einer hält den Teig, der andere kurbelt und fängt den ausgewalzten Teig auf (mit ganz viel Glück findet man noch einen dritten, der die ganz Gaudi fotografiert…).

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Aus dem ausgerollten Teig Kreise ausstechen. Ich habe mein Ravioligebiss hergenommen, das allerdings so seine Tücken hat; immer muss ich mit der Hand nachhelfen - vielleicht muss das auch so sein.

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Teigkreis auf das Ravioligebiss legen, die Füllung drauf und - ganz wichtig - die eine Hälfte des Randes mit Wasser bepinseln, dann pappen die Ravioli besser zusammen und gehen im Kochwasser nicht auf.

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… noch ein wichtiger Schritt: die Luft aus den Ravioli pressen! (omg… was sind das für Adern auf meinen Händen?)

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Jetzt die Raviolipresse zusammendrücken…

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… so soll der fertige Raviolo ausschauen…

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Die fertigen Ravioli für 4 - 5 Minuten ins kochende Salzwasser. Als Finish 2 EL Butter mit einem Spritzer Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen. Die übrig gelassenen Kräuter hinzufügen und die abgetropften Ravioli darin schwenken. jammjammjamm….

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Und wenn noch ein Haufen Teig übrig ist, dann mach ich sowas: einfach die Teigreste zu lustigen geometrischen Formen schneiden und trocknen lassen (…ich hab jetzt Pasta e Fagioli im Kopf. yeah…).

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Oder Taglierini… die trocknen über Nacht und freuen sich auf ein Intermezzo mit einem Ragu.

Ohne Worte

Blog-Event Fremdkochen: Rote Bete mit Ziegenfrischkäse

citykitchen 15. November 2009

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Die erste Rote Bete meines Lebens!

Noch nie in meinem Leben hatte ich Rote Bete gegessen. Ohne nachvollziehbarem Grund hatte ich mich immer geziert auch nur zu probieren. Und weil es gar nicht meine Art ist, etwas nicht zu versuchen, war es an der Zeit das zu ändern. Beim Schmökern in Ankes Blog bin ich über diese herbstliche Vorspeise gestoßen und war von den wenigen Zutaten angetan und blitzschnell geht’s auch noch. Jetzt gab’s kein zurück mehr; ich bin losgezogen, um eine Rote Bete zu kaufen und kam mir dabei unvorstellbar experimentierfreudig und offen-für-alles vor. Aaargh.

Zutaten für 4:

• 1 rohe Rote Bete
• Ziegenfrischkäse
• Walnüsse
• flüssiger Honig
• schwarzer Pfeffer

1. Die Rote Bete schälen und in ganz feine Scheiben schneiden. Ich hab das mit meiner Trüffelmandoline gemacht. Achtung: Die Rote Bete färbt ab!
2. Ein paar Scheiben auf einen Teller legen. Einen Klecks Ziegenfrischkäse drauf. Gehackte Walnüsse und gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben.
3. Sehr dünne Honig-Fäden über den Frischkäse ziehen.

Ich wüsste zu gerne, warum ich mich bisher geweigert hatte Rote Bete zu essen… Ein bisschen schmeckt sie nach Acker und kaut sich wie eine Karotte. Auf jeden Fall ist mein albernes Rote-Bete-Trauma vorbei und als nächstes probiere ich die gekochte Variante oder Borschtsch. Danke Anke!