Monatsarchiv für Juni 2010

Glasnudelsalat mit Garnelen - 1. Versuch

citykitchen 28. Juni 2010

glasnudelsalat

Bei uns im langweiligen Stadtteil Laim gibt es ein Thai-Restaurant, das ist sensationell! Eigentlich ist der Thai ein Nürnberger und mit einer Thailänderin verheiratet, aber das spielt keine Rolle. Auf jeden Fall holen wir uns dort ab und zu was zu essen. Das geht auch wirklich nur ab und zu, weil der nicht wirklich günstig ist und wenn wir drei zuschlagen, dann eben gescheit. Die Qualität, die der abliefert ist erste Sahne und hat dementsprechend ihren Preis. Lange Rede, der Glasnudelsalat von eben diesem Thai ist mit das beste, was es gibt. Könnte ich jeden Tag essen. So lecker und erfrischend, dass ich schauen muss, dass ich den daheim ebenso gut hinbekomme. Gleich mein erster Versuch war schon erstaunlich nahe am Original.

Zutaten für 3:
• 100 g Glasnudeln
• 100 g Bio-Garnelen, gekocht und geschält
• 1 kleine orange Paprika
• 3 Stengel Frühlingszwiebeln
• ½ frische rote Chilischote
• 1 EL Zitronengras, ganz fein gehackt
• 50 ml Chilisauce sweet
• 50 ml Limettensaft
• 50 ml Reisessig
• frischer Koriander

1. Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und 3 Minuten ziehen lassen.
2. Paprika in kleine Stücke schneiden. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
3. Aus dem Zitronengras, Chilisauce, Limettensaft und Reisessig ein Dressing herstellen.
4. Die Glasnudeln mit den Garnelen, der Paprika, der klein gehackten Chilischote und den Frühlingszwiebeln vermischen. Das Dressing darüber gießen und gut vermengen. Koriander klein schneiden und drüberstreuen.

Fazit:
Beim Thai kostet ein kleines Schälchen 6,70 Euro. Wenn man die Basics im Küchenschrank hat, ist man mit einem Bruchteil davon dabei.
Noch ein Vorteil: Selbermachen dauert nicht so lang, wie wenn der Vorkoster dort anrufen muss, dann eine Viertelstunde warten, dann losmarschieren, abholen, wieder heimlaufen…
Jetzt fällt mir noch ein Vorteil ein: ich muss mich nicht mit einem kleinen Schälchen begnügen…
Oh, noch ein Vorteil: schmeckt aus der großen bunten Tupperschüssel auch im Büro.

Hochzeitssnack

citykitchen 21. Juni 2010

hochzeitssnack
Kleiner Nachtrag…

…zur Hochzeit des Jahres und zum Abschluss der schwedischen Woche in der citykitchen.
Vorgeplänkel, Live-Übertragung und Zusammenfassung – insgesamt über 8 Stunden vor der Glotze, um ja nichts zu verpassen. Zum Kochen war da keine Zeit (obwohl ich mir so viel vorgenommen und eingekauft hatte… Vielleicht gibt’s ja eine Fortsetzung der schwedischen Woche). Als Snack vor dem Fernsehen: Shrimps in Kräuterquark mit viel Dill, Bio-Wildlachs, Forellenkaviar, Pellkartoffeln, Brot und Knäckebrot. Und zwischendrin immer wieder ein Kleenex aus der praktischen Spenderbox.

Köttbullar und das Kompliment

citykitchen 16. Juni 2010

koettbullar
Neue Runde in der Schwedenwoche.

Nach den Toast Skagen gestern, geht unsere schwedische Woche mit Köttbullar weiter. Fleischbällchen sind bei uns eh der Renner und gibt es oft und in verschiedenen Varianten. Ich mag gern die scharfen kleinen in Tomatensauce, die kleine Naschkatze liebt sie flachgedrückt als Burger und der Vorkoster mag sie dick und nur aus Rindfleisch. Köttbullar mögen wir alle gleich gern - mal mit und mal ohne Soße. Heute mal ohne.

Zutaten für 3:
• 500 g Hackfleisch gemischt
• 200 ml Milch
• 60 g Semmelbrösel
• 1 rote Zwiebel
• 1 Ei
• 2 Stengel Dill
• 2 Stengel glatte Petersilie
• Salz, Pfeffer, Piment
• Preiselbeermarmelade

1. Die Semmelbrösel in der Milch aufweichen. Die Zwiebel klein schneiden und in der Pfanne langsam anschwitzen, nicht braun werden lassen.
2. Das Hackfleisch mit den aufgeweichten Semmelbröseln, dem Ei, den angeschwitzten Zwiebeln, Dill und Petersilie gut mit den Händen vermischen. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Piment nicht zu sparsam würzen. Etwas ruhen lassen und dann zu Bällchen formen.
3. Butterschmalz (oder Öl) in der Pfanne heiß werden lassen. Die Bällchen gut anbraten und dann bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten fertig braten.

Dazu schmeckt sehr gut Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln. Heute gab’s Kartoffelecken dazu. Einfach Kartoffeln schälen und achteln, in kochendem Wasser 5 Minuten kochen. Dann auf einem, mit Olivenöl bepinseltem, Blech verteilen. Bei 200 Grad 30 Minuten im Ofen lassen und ab und zu wenden. Am Schluss mit Fleur de Sel und gemahlenem Pfeffer bestreuen. Unbedingt Preiselbeermarmelade dazu servieren!

Auf die übliche Frage von mir, wie’s denn schmeckt, meint die kleine Naschkatze: “Super! Wie in der Metro-Kantine!” Aaaaaargh….

Grattis till Bröllopet!

citykitchen 15. Juni 2010

skagen

Toast Skagen

Ist eh klar: ich lese weder “Frau im Spiegel” noch “Das Neue Blatt” und der Klatsch und Tratsch aus den europäischen Königshäusern interessiert mich sowas von überhaupt nicht. Aber wenn alle paar Jahre eine von denen heiratet, bin ich dabei. Dann zapp ich nicht gleich weg, wenn die Glotze was über die Hochzeitsvorbereitungen bringt. Da bin ich ganz Mädchen. Rührselige Interviews, fähnchenschwingende Kinder, schicke Klamotten, coole Location - schön anzuschauen und tut nicht weh. Am Samstag geht’s also in Schweden rund; die Victoria ehelicht den Daniel (der mich immer an den zu Guttenberg erinnert…). Weil uns von der Wohnungseinrichtung bis zu unserem Namen einiges mit Schweden verbindet, schicken wir unsere Glückwünsche in Form eines kulinarischen Hattricks in den Norden: Heute gab’s Toast Skagen, morgen stehen Köttbullar auf dem Tisch und am Freitag lassen wir’s krachen mit Vodka Absolut. Alter Schwede…

Zutaten für 4 Toast:

• 250 g Nordseekrabben (im Original gekochte und geschälte Garnelen)
• 1/2 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
• 3 - 4 Stengel frischen Dill, fein gehackt
• 2 EL Olivenöl
• 1 EL Zitronensaft
• Schale 1/2 Bio-Zitrone, gerieben
• 2 EL Sour Cream (z.B. von “Apostels”) oder Sauerrahm
• Meersalz
• schwarzer Pfeffer
• Forellenkaviar
• 4 dicke Scheiben Weißbrot
• Butter

1.In einer Schüssel die Krabben (oder Garnelen) mit der Zwiebel, der Hälfte des Dills, Olivenöl, Sour Cream, Zitronensaft und -schale vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2. Eine Pfanne heiß werden lassen und die Brotscheiben reinlegen. Die Butter dazugeben und von beiden Seiten bei mittlerer Hitze rösten.
3. Die Krabbenmischung auf die gerösteten Brotscheiben verteilen, mit Kaviar und dem restlichem Dill garnieren.

Fazit: Im Original-Rezept werden geschälte Garnelen und Majonäse verwendet. Ich bin kein Fan von Majonäse und halte mich an die Variante von Jamie Oliver aus “Jamie Does”.

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