citykitchen 17. Februar 2010

In 10 Minuten auf dem Tisch.
Endlich ist die Sonne da!! Bei dem kalten und finsteren Wetter der vergangenen Wochen ist mir die Lust auf Rausgehen immer öfter vergangen. Aber jetzt ist der Himmel wieder blau, wie es sich gehört, und die Sonne bringt trotz Minusgrade den Schnee langsam zum Schmelzen. Yipeeh! Faschingsdienstag ist der halbe Tag frei und als ich nach Hause kam, stand die kleine Naschkatze schon im Schneeanzug und mit Schlitten in der Tür. Im Hirschgarten sind wir stundenlang den Rodelhügel rauf gekeucht und runter gerast, haben uns blaue Flecken, nasse Hintern und einen Mordshunger geholt. Das heißt, in der Küche muss es dann wieder mal schnell gehen.

Zutaten für 3:
• 1 Päckchen Eierspätzle (muss ja schnell gehen, sonst gerne frisch und selbstgemacht)
• 1 Zwiebel
• Butter
• Bergkäse, gerieben
• etwas Milch
• Pfeffer, Salz, Muskat

1. Die Zwiebel in Ringe schneiden und in der Pfanne mit etwas Butter langsam auf mittlerer Hitze braun rösten. Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
2. 2 EL Butter in die Pfanne geben, die Eierspätzle dazugeben und schön anbraten lassen, bis die Spätzle etwas angebräunt sind. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.
3. Die Pfanne vom Herd nehmen, Milch unter die Spätzle rühren, damit sie schön schlüpfrig werden. Den geriebenen Bergkäse (Menge je nach Lust und Laune) unterrühren.
4. Zwiebeln drüber. Fertig. Essen fassen.

Tags: Hirschgarten, Pasta, vegetarisch, Zwiebeln
citykitchen 13. Februar 2010

Risotto geht immer.
Vor dem Samstagseinkauf gilt konsequent Regel Nummer 1: Niemals hungrig in den Supermarkt gehen! Never. Mit knurrendem Magen verdoppeln (bis vervierfachen) sich die Einkäufe. Zu groß ist die Gier und dann landen so Sachen wie Milchschnitte, Fertigaufschnitt, Puddingpulver, Aufbackbrötchen und Kochmagazine im Einkaufswagen. Bäh. Also, was gibt der Kühlschrank noch her, um nicht in die Fressfalle zu treten? Mal sehen: zwei kleine Zucchini (unerwarteterweise noch recht knackig) und ein Schweinefiletstück (das eigentlich für Sonntag eingeplant war…), TK-Gemüse ist eh immer im Froster und Wein reift im Weinkeller (= Schlafzimmer). Für ein schnelles Risotto ist alles da. Also wird hurtig losgeschnippelt und dann im Hit (so heißt unser Food-Dealer) mächtig Kohle gespart (die ich dann für das ganze unnütze Tchibozeugs dort verprasse. uaahr.).
Zutaten für 4:
• 2 kleine Zucchini
• Erbsen (TK)
• Butter
• 2 Schalotten
• Risotto-Reise - Carnaroli mag ich am liebsten
• 250 ml Weißwein
• 1 l heiße Gemüsebrühe
• frisch geriebener Parmesan - oder Pecorino (ruhig mal probieren, schmeckt würziger)
• 200 g Schweinefilet
• Butterschmalz
• Pfeffer, Salz, Muskat - die üblichen drei….
1. Zucchini in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanner in zerlassener Butter bei mittlerer Hitze leicht anrösten.
2. In der Zwischenzeit das Fleisch in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
3. Die Schalotten fein würfeln. Butter in einen Topf geben und die Schalotten langsam darin glasig dünsten.
4. Den Reis dazugeben und rumrühren, solange bis er glasig ist. Mit dem Wein ablöschen.
5. Rühren, bis der Wein fast eingezogen (oder verdampft) ist.
6. Jetzt die TK-Erbsen und die Zucchiniwürfel dazugeben und wieder verrühren.
7. Mit dem Schöpflöffel immer soviel heiße Brühe dazugeben, bis die vom Reis aufgesogen ist.
8. Rühren, Brühe zugießen, rühren, Brühe zugießen, rühren, rühren,….. usw.
9. Kurz bevor der Reis gar ist, d.h. im Kern noch knackig, die Schweinefiletscheiben pfeffern und salzen und in einer Pfanne mit Butterschmalz (kein Olivenöl, das wird nicht so gut) bei großer Hitze anbraten und dann in der Pfanne bei mittlerer bis kleiner Hitze fertig garen. Achtung: das geht ratzfatz. Wenn die zu lange in der Pfanne sind, wird das Fleisch hart.
10. Jetzt kommt der Reis wieder dran. Wenn die Brühe fast aufgesogen ist, den Topf von der Platte nehmen und den geriebenen Käse dazugeben. Bei mir werden es immer ungefähr zwei Hände voll, ich mag’s so. Vielleicht noch etwas Butter unterrühren, mit Pfeffer und Muskat würzen.
11. Den Reis schön auf einem Teller anrichten, die Fleischscheiben dazugeben und die Welt ist in Ordnung.
Tags: Risotto & Reis, Schweinefilet
citykitchen 12. Februar 2010

… Hauptsache lecker!…
Ich war wieder mal auf der Suche nach einem Rezept: Diesmal sollte es Gulasch sein. Zur Zeit bin ich ganz heiß auf Topfgerichte (das liegt wohl an meinem supermegatollen neuen Topf von Le Creuset! Knallorange, sauschwer, groß genug (24 l cm) und einfach nur genial.).Bei Claus wurde ich ganz schnell fündig. Schon beim Lesen war mir klar, dass das einfach nur lecker ist. Ich hab mich ganz genau an das Rezept gehalten und verzichte daher auf die Beschreibung von Zutaten und Zubereitung. Achtung: Unbedingt die Tipps berücksichtigen! Die haben’s in sich. Und nach 4 Stunden Schmorzeit war auch bei mir die Geduld am Ende und musste das Ergebnis in mich hineinschaufeln. Es hat nicht mal mehr für ein gscheites Foto gereicht… aber das gibt’s ja auch beim Claus.
Tags: Gulasch, Schmorgericht
citykitchen 7. Februar 2010

… oder das Hähnchenmassaker.
Von Jamie Oliver kann man ja halten was man will; wenn er sich mit Olivenöl zurückhält, nicht überall Chili reinschmeisst und man ihm beim Kochen nicht zuhören muss (tschakka!), kommen oft ganz passable Sachen dabei raus. Ich gestehe: in meinem Kochbuchregal sind einige seiner Bücher und von meinen England-Trips bringe ich mir immer sein Magazin mit (vor allem wegen der echt guten Aufmachung). Und eben aus diesem Heft habe ich das Coq au Riesling-Rezept nachgekocht. Der absolute Oberhammer!

Zutaten für 4:
• 1 Hähnchen, in 8 Teile zerlegt (bei mir waren’s 6, geht auch)
• 750 ml Riesling
• 1 Bouquet garni bestehend aus: glatte Petersilie, Thymian, Karotte, Sellerie, 2 Lorbeerblätter
• Olivenöl
• 125 g durchwachsener Speck, gewürfelt
• 250 g Champignons
• 8 Schalotten
• 1 EL Mehl

1. Das Hähnchen über Nacht im Wein und Bouquet garni marinieren.
2. Öl in Schmortopf erhitzen. Das Hähnchen aus der Marinade nehmen, abtrocknen, mit Salz und Pfeffer würzen und anbraten bis es schön braun ist. (Die Marinade wird noch gebraucht!)
3. Das Hähnchen aus dem Topf nehmen und auf Seite stellen.
4. Etwas Öl in den Topf geben und den Speck anbraten. Die Pilze und die Zwiebeln (geschält und halbiert) dazu geben und anschwitzen, bis sie schön weich sind.
5. Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Das Hähnchen zurück in den Topf geben. Mit 1 EL Mehl bestäuben und alles gut verrühren. Die Marinade und das Gewürzsträußchen wieder dazugeben. Deckel drauf und ab in den Ofen für 45 Minuten.
6. Wenn die Soße zu dünn ist, das Fleisch aus dem Topf nehmen und die Soße bei starker Hitze auf dem Herd reduzieren lassen.
Bei uns gab es frisches Parisienne-Brot dazu.
Tags: Geflügel, Schmorgericht