Monatsarchiv für Dezember 2009

Sternkekse

citykitchen 15. Dezember 2009

sternkeks

Grüße aus der Weihnachtsbäckerei!

Zu diesen Plätzchen gibt es nicht viel zu sagen, außer dass es die einfachsten Weihnachtsplätzchen der Welt sind und mir unwahrscheinlich gut schmecken. Der Teig ist ein ganz einfaches 3-2-1-Rezept, dass ich diesmal mit nichts aufgemotzt haben. Das heißt: keine geriebene Zitronenschale, keine Vanille, keine Nüsse oder Mandeln. Es gibt nicht mal einen Zuckerguß… Vielleicht liegt es daran, dass ich ziemlich gesättigt bin mit raffinierten Pralinen, kunstvollen Plätzchen und kreativen Stollenvariationen.

sternkekse

Zutaten für 2 Bleche:
300 g Mehl
200 g Butter
100 g Puderzucker
• 2 Eigelb
• 1 Prise Salz

keksteig

1. Die Zutaten in eine Schüssel geben und schnell mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Eine Kugel formen und in Klarsichtfolie gewickelt für eine Stunden in den Kühlschrank stellen.
2. Den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen.
3. Bei 180° Grad im Ofen backen bis die Kekse schön goldbraun sind.
4. Nach Lust und Laune verzieren.

Variante: Ich habe in einen Teil des Teigs 1 EL Kakao verknetet und jeweils eine helle und eine dunkle Hälfte mit einem Klecks Himbeermarmelade verklebt.

Rahmchampignons mit Karfoffelklößen

citykitchen 11. Dezember 2009

rahmchampignons

“Du brauchst gar keine Klöße machen! Die kann nur die Oma!”

…klärt mich die kleine Naschkatze auf. Das werden wir ja sehen! Zugegeben bin ich nicht sehr erfahren im Kartoffelklöße machen. Semmelknödel sind kein Problem; die klappen immer hervorragend. Aber da hat die kleine Naschkatze schon Recht: Die leckeren Klöße meiner Mama zu toppen ist echt ein Wahnsinns-Unterfangen. Ich bin dennoch guter Dinge und krame aus dem Gedächtnis ein einfaches Kloß-Rezept mit Gelinggarantie heraus, dass ich mal in einer TV-Kochshow aufgeschnappt hatte und genauso in der November-Ausgabe von “essen & trinken” steht. Übrigens sind Kartoffelklöße bei mir Klöße und keine Knödel,das ist einfach so, und das hat sich auch nach 13 Jahren in München noch nicht geändert. In der “essen & trinken” ist dann auch noch ein schönes Pilzragoutrezept, dass ich vereinfacht habe, indem ich Champignons aus der Tiefkühltruhe verwendet habe aber statt mit Gemüsebrühe mit einem Pilzfond aufgegossen habe.

stampfkartoffeln

Zutaten für 4:
Für die Kartoffelklöße:

• 600 g mehligkochende Kartoffeln
• 2 Eigelb
• Salz
• 30 g Speisestärke
• 30 g Butter

Für die Rahmchampignons:
• 500 g TK-Champignons in Scheiben
• 2 Schalotten
• 1 Knoblauchzehe
• 200 ml Pilzfond
• 200 ml Sahne
• 2 EL Schmand
• Petersilie, Thymian
• Pfeffer, Salz

kartoffelkloss

1. Die Kartoffeln 25 Minuten kochen. Abpellen und 2 x durch die Kartoffelpresse pressen. Die Eigelb unterrühren, die Speisestärke über die Kartoffeln sieben und verkneten. Mit 1/2 TL Salz würzen und die zerlassene Butter dazugeben. Den Kartoffelteig zu einer Kugel formen und in vier gleichmäßig große Klöße formen.
2. Die Klöße in kochendes Salzwasser geben und auf ganz niedriger Hitze für ca. 20 - 25 Minuten sieden lassen.
3. Für die Rahmpilze die kleingeschnittenen Schalotten in einem Topf mit Öl langsam anschwitzen lassen. Die Pilze dazugeben. Ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, bis das Auftauwasser gut verdampft ist. Die Knoblauchzehe dazugeben und mit dem Pilzfond ablöschen. Bei großer Hitze reduzieren lassen. Die Sahne und das Creme fraiche unterrühren und weiter köcheln lassen, so ca. 5 Minuten.
4. Die Rahmchampignons mit kleingehackter Petersilie und Thymianblättchen würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fazit: Die Naschkatze hat Recht… Die Klöße waren geschmacklich wirklich gut - aber von der Konsistenz wie Kartoffelpüree in Kugelform. Ich weiß nicht, ob etwas schief gegangen ist oder ob das Rezept so gemeint war. Ich ruf mal meine Mama an…

Ochsenschwanzragù mit Fettuccine (fatte in casa)

citykitchen 8. Dezember 2009

ochsenschwanzragu_mit_pasta

Gut Ding will Weile haben…

Manchmal muss es mehr sein. Mehr Fleisch, mehr Fett, mehr Kohlenhydrate, mehr Zeit für meine Lieben und mich. Ich will alles auf einmal. Und wie soll das funktionieren? Am besten zeitig aus den Federn kommen, einen entspannten Tag planen und sich abends auf ein tolles Essen freuen. In der Umsetzung sieht das so aus: Im Schlafanzug die paar Zutaten für das Essen schnippeln, anbraten, in den Ofen schieben. Dann schnell bequeme, warme Draußenklamotten anziehen und raus geht’s an die frische Luft. Ein langer Spaziergang im Englischen Garten mit dem Vorkoster, der kleinen Naschkatze und dessen Kumpel. Über den Christkindlmarkt am Chinesischen Turm schlendern, dort Bratwurst naschen und Glühwein schlürfen (leider mit zuviel Anis). Dann noch einen Abstecher zum Spielplatz, damit sich die Jungs ordentlich austoben. Zum Schluss noch bei den Surfern am Eisbach vorbeischauen. Da friert’s mich schon beim Zuschauen, wenn ich seh’, wie die im eiskalten Wasser über die Wellen surfen… Manchmal bin ich gern ein Warmduscher. Und wenn wir heimkommen, ist das Essen schon (fast) fertig. Das Leben ist schön.

zutaten

fleisch

fettucine

Pastaherstellung unter erschwerten Bedingungen: Die Maschine hält nur auf der Arbeitsfläche über der Waschmaschine…

Zutaten für 4:
Fleisch:
• 700 g Ochsenschwanz, in Stücke geschnitten
• 1 Stange Sellerie
• 1 Karotte
• 1 Zwiebel
• 300 ml Weißwein
• 1 EL Fenchelsamen
• 1 EL getrocknete Wacholderbeeren
• 1,5 cm Zimtstange
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleine getrocknete Chilischote
• 2 Dosen gehackte Tomaten
• Pfeffer, Salz

Pasta:
• 300 g Semola di grano duro (gemahlener Hartweizengries)
• 3 Eier (zimmerwarm)
• 1/2 TL Salz
• 1 TL Olivenöl

1. Im Schmortopf die Ochsenschwanzstücke in Olivenöl ordentlich von allen Seiten anbraten. Zwiebel, Sellerie und Karotte fein würfeln, dazugeben und mit dem Fleisch anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen.
2. Fenchel, Wacholderbeeren und die Zimtstange im Mörser zerstoßen und mit dem Lorbeerblatt dazugeben.
3. Die Dosentomaten hinzufügen. Deckel drauf und für mindestens 4 Stunden bei 150 Grad in den vorgeheizten Ofen geben. Bei uns wurden es sechs Stunden…
4. Dann das Fleisch vom Knochen lösen und in feine Stückchen schneiden. Das Fleisch wieder in die Soße geben und auf dem Herd leicht weiterköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. In der Zwischenzeit den Pastateig zubereiten: Die Zutaten mit den Händen in einer Schüssel vermischen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Zu einer Kugel formen, in Haushaltsfolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen (nicht im Kühlschrank!).
6. Den Pastateig mit der Pastamaschine in die gewünschte Form bringen. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung der Pastamaschine…
7. Pasta kochen, Ragú darüber geben und dann einfach nur noch genießen.

Kaiserschmarrn

citykitchen 6. Dezember 2009

kaiserschmarrn

Diesmal leider ohne Rosinen.

So ein Wochenende kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem wenn man als Mutter vergessen hat, das Nikolaussäckchen vor die Tür zu legen… Den ganzen Abend hab ich drangedacht: “… ich darf nicht vergessen, den Nikolaus vor die Tür zu stellen…”, “… jetzt räum ich schnell die Küche auf, dann stell ich den Nikolaus vor die Tür….”. So ging es die ganze Zeit und zu guter Letzt bin ich hundemüde sehr spät ins Bett, ohne das Gefühl was vergessen zu haben. In der Früh werde ich vom Öffnen und Schließen der Wohnungstür geweckt! Die kleine Naschkatze war schon auf den Beinen, um zu schauen, was der Nikolausi gebracht hat und ob er die Kekse gegessen hat. Wie konnte ich nur den Nikolaus vergessen! Aus dem Bett geschossen und scheinheilig das Säckchen vor die Tür gestellt… Hat er sich halt verspätet, bei der Masse von braven Kindern. Hat nichts geholfen. Kinder können so grausam sein. Dagegen hilft vielleicht eine süße Leckerei als Frühstück? Einen Versuch war’s wert…

Zutaten für 2,5:
• 5 Eier
• 1 Vanilleschote
• 250 ml Milch
• 2 EL Zucker
• 150 g Mehl
• etwas Salz
• 100 g Butter
• 4 EL Mandelblättchen
• Puderzucker

1. Die Eier trennen. Das Vanillemark aus der Schote kratzen und mit der Milch, den Eigelben, 1 EL Zucker, Mehl und einer Prise Salz mit dem Schneebesen verrühren. Den Teig etwas ruhen lassen. Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen und unter den Teig heben.
2. Die Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne schmelzen lassen. Den Teig dazugeben und so lange backen bis die Unterseite goldbraun ist.
3. Den Teig mit einem Kochlöffe in Stücke rupfen. Die Mandelblättchen darüber streuen. Die restliche Butter dazugeben und verteilen. Mit Puderzucker bestreuen.

Fazit: Hat lecker geschmeckt, aber dem Hausfrieden nicht viel geholfen, weil: ich hatte kein Apfelmus! und Kaiserschmarrn ohne Apfelmus geht bei schmollenden 9-jährigen gar nicht.

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