citykitchen 24. Dezember 2009
Frohe Weihnachten an alle!
Wir verabschieden uns in den Winterurlaub und freuen uns auf die vielen schönen Beiträge im Neuen Jahr.
Alles Liebe,
Sandra
citykitchen 24. Dezember 2009
Frohe Weihnachten an alle!
Wir verabschieden uns in den Winterurlaub und freuen uns auf die vielen schönen Beiträge im Neuen Jahr.
Alles Liebe,
Sandra
citykitchen 21. Dezember 2009
Mein erstes Käsefondue nach über 20 Jahren…
Am Wochenende war’s soweit, mein neues Käsefondue-Set hatte Premiere. Zu dritt haben wir es uns in der Küche gemütlich gemacht. Mit Glühwein und fetziger Weihnachtsmusik haben wir uns auf den Weihnachtsendspurt eingestimmt. Ich habe einen Berg Käse gerieben und die kleine Naschkatze hat gefragt, wo denn das Fleisch ist. Er war der festen Meinung, dass wir Fleischstückchen im Käse “frittieren”. Keine schlechte Idee eigentlich…
Zutaten für 2,5:
• 150 g Gruyere
• 150 g Appenzeller
• 150 g Emmentaler
• 1 Knoblauchzehe
• 200 ml trockenen Weißwein
• 20 ml Kirschwasser
• Muskatnuss, Pfeffer
1. Den Topf mit der Knoblauchzehe einreiben. Weißwein im Topf auf der Herdplatte zum Kochen geben. Den Käse grob reiben und dazugeben. Fleißig rühren, bis der Käse geschmolzen ist.
2. Den Kirschschnaps dazugeben und mit geriebener Muskatnuss und Pfeffer würzen.
3. Den Topf auf das Rechaud geben.
Fazit: Ich bin begeistert. Von dem Käse ist nichts übrig geblieben, wir haben den ganzen Topf weggeputzt – nur mit Weißbrot, ganz ohne Gemüse. Der kleinen Naschkatze habe ich einen kleinen Extratopf Fondue ohne Alkohol gemacht. Da habe ich den Käse in etwas heißer Sahne aufgelöst, das hat auch geschmeckt. Ich freu mich schon aufs nächste Mal.
citykitchen 18. Dezember 2009
Der Speck muss weg!
Der Abend gestern stand ganz im Zeichen von Fit- und Wellness. Im Münchner Nordbad bin ich stramm meine Bahnen geschwommen und hab mich anschließend in der Sauna so was von entspannt… Bei knackigen minus acht Grad ist die Blocksauna auf der Außenterrasse ein Muss! Nach dem Saunagang wird sich kräftig mit dem Schnee abgerubbelt und wer ganz mutig ist, springt ins eiskalte Tauchbecken. Meine Haut ist heute noch schön rosig… Nach so viel Sport und Entspannung meldet sich bereits auf dem Nachhauseweg der kleine Hunger, der bis zur Haustüre zum Heißhunger mutiert ist. Dagegen hilft, ganz klar, nur ein Riesenteller Pasta, mit allem was der Kühlschrank hergibt.
Zutaten für 1:
• 120 g Bavette
• 1 Handvoll TK-Bohnen
• 1 Karotte
• 50 g Bauchspeck
• 1 EL Zwiebel fein gewürfelt
• Sahne
1. Die Zwiebel in etwas Olivenöl und 1 TL Butter glasig anbraten.
2. Den klein geschnitten Speck dazugeben und einige Minuten anbraten lassen.
3. Die Karotte mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden und dazugeben.
4. Die TK-Bohnen mit dazugeben, alles ca. 7 Minuten anbraten.
5. In der Zwischenzeit die Pasta kochen. Bavette brauchen nur ca. 6 Minuten, bis sie fertig sind.
6. Wenn die Bohnen-Speck-Mischung zu trocken ist, etwas von dem Nudelkochwasser dazugeben. Einen Schuss Sahne dazugeben, mit Pfeffer und Salz abschmecken und fertig. Wer mag, streut klein geschnittenen Basilikum und geriebenen Parmesan drüber.
citykitchen 16. Dezember 2009
Schaut harmlos aus…
Seit ich als ganz kleines Mädchen “Heidi” im Fernsehen gesehen hab, liebe ich geschmolzenen Käse. Jede Folge aufs Neue war ich fasziniert und mit Wasser im Mund vor dem Fernseher gesessen und habe mich in die heimelige Atmosphäre der Schweizer Berghütte hineinversetzt, in der der Almöhi der Heidi und dem Ziegenpeter über dem offenen Feuer ein Stück Käse am Stab geschmolzen hat. Essen über offenem Feuer gekocht beschert eine Riesenportion Behaglichkeit und Gemütlichkeit. Außerdem schmeckt Käse in geschmolzenem oder überbackenem Zustand ganz speziell. Allerdings kam ich dann im Laufe des Heranwachsens zu der Erkenntnis, dass sich nicht jeder Käse zum Schmelzen eignet. Eine Scheiblette für 1 Minute in der Mikrowelle gekokelt hat nichts mit dem Heidi-Gefühl zu tun…. Aber ein Käsefondue! Oh ja, offenes Feuer und geschmolzener Käse. Zwar nicht am Stab – aber immerhin an der Stäbchengabel über einem schönen Keramiktopf.
Mein erstes Käsefondue gab es bei uns zuhause mit Freunden an einem Silvesterabend. Wir Kinder durften nur ab und zu ein Weißbrotstückchen in den Käse tunken, schließlich war da doch Wein drin! Ich war mittendrin in den Schweizer Alpen, hörte das Rauschen der Tannen und die Glöckchen der Ziegen. Bis es zur Explosion kam! Mit einem lauten Knall ist der Topf mit dem heißen Käse in die Luft geflogen. Der heiße Käse hing gespenstisch an der Decke, an der feinen Kleidung, in den Haaren und den Gesichtern von meiner Familie und unseren Gästen. Als bei den Großen der erste Schreck vorüber war und die Sauerei beseitigt, machte meine Mama Schnittchen und die Feier ging weiter.
Mir ging der Knall und mein Schock lange nicht aus dem Kopf und habe seitdem nie mehr ein Fondueset auch nur angeschaut (meine Mama hat übrigens nie Ersatz für den Fonduetopf gekauft…). Schade um das Heidi-Gefühl, das ich so sehr vermisse und das von einem Ofenkäse aus dem Supermarktkühlregal nicht hervorgelockt wird.
Viel später dann sind dann immer wieder mal Einladungen zu einem Fondueabend bei mir eingetroffen. Meine erste Frage war dann immer: “Käse oder Fleisch?”. Ich hatte immer Glück und es gab Fleischfondue. An das Fondue mit den Fleischstückchen hatte ich mich wieder herangetraut, weil das ja in einem Alutopf zubereitet wird und der wohl nicht explodieren kann. Jetzt ist aber die Zeit, wo ich ein bisschen Heidi gut gebrauchen kann. Zur Ruhe kommen, in Nostalgie abtauchen, gemeinsam an einem Tisch sitzen und Brotstückchen in geschmolzenen Käse tauchen. 25 Jahre nach dem Käsefondue-GAU wird das ja wohl möglich sein!? Ich habe mir tatsächlich ein Fondueset gekauft. Mit einem schwerem Topf aus Gusseisen (kein Keramik!) und einem (zwar nicht so schönem aber) praktischen Rechaud aus Aluguss, der mit Brennpaste funktioniert. Der Rechaud ist deshalb so praktisch, weil man ihn mit bis zu drei Brennpasten auf einmal befeuern kann (warum auch immer) und sich auch optimal für den Wok eignet (da erschließen sich ganz neue Kochabenteuer…). Die Verkäuferin, die mich hervorragend beraten hat, hat mir garantiert, dass der Topf nicht explodieren wird…