Kürbisrisotto mit Prosecco

citykitchen 6. November 2009

kuerbisrisotto

Das Beste an Kürbissen sind ihre “Praktischheit”.

Sobald die Blätter sich zu verfärben beginnen, kaufe ich, in einem Anflug von herbstlicher Vorfreude, einen Kürbis. Jedes Jahr. Und dann dekoriert er wochenlang die Wohnung. Im Laufe unserer abendlichen Spaziergänge kommen dann Kastanien, schöne Blätter, Hagebutten und Eicheln dazu. Dann fangen die Sachen an einzustauben oder zu zerbröseln (warum müssen Kinder immer alles anfassen?). Der Blätterkram fliegt in den Biomüll und übrig bleibt der, jawohl, der Kürbis. Der Kürbis als Inbegriff von Herbst und Halloween wird nach seiner Karriere als Schmuckstück zerstückelt und zerfleischt. Ist doch praktisch, oder? Ich habe übrigens kein Problem mit Halloween! Warum auch? Ist doch eine lustige Abwechslung in der langen und meist ruhigen Zeit zwischen Oktoberfest und Weihnachten. Ob aus Amerika eingeschleppt oder ursprünglich doch deutsch, darüber scheiden sich die Geister. Es tut niemanden weh, die Kinder haben Spaß und schließlich muss ja niemand mit-, bzw. die Tür aufmachen. In München hält sich der Halloweenrummel eh in Grenzen.

Geschmacklich kann ich mit Kürbis allerdings nicht viel anfangen - bis auf zwei Ausnahmen: Kürbissuppe (hervorragend!) und Risotto (1 Mal/Herbst). Hier also mein diesjähriges Kürbisrisottorezept.

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Zutaten für 4:
• 600 g Kürbis (dieses Jahr war es ein Butternusskürbis)
• 350 g Risottoreis
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 200 ml Prosecco
• 1 l Gemüsebrühe
• Butter
• Parmesan
• 2 Lorbeerblätter
• Pfeffer, Salz

kuerbis

1. Den Kürbis schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel fein würfeln.
2. Butter und Lorbeerblätter in einen großen Topf geben. Die Zwiebeln darin ganz langsam auf mittlerer Hitze schön weich werden lassen (nicht braun!).
3. Den Reis dazugeben und verrühren, bis er schön glänzt. Die Kürbiswürfel mit dazugeben und vermischen.
4. Mit dem Prosecco ablöschen und einkochen lassen.
5. Jetzt mit einem Schöpflöffel nach und nach die heiße (!) Brühe dazugeben. Immer einen Schöpflöffel, dann rühren (eigentlich ist es mehr ‘einmassieren’) bis die Brühe eingezogen ist, dann den nächsten Löffel usw. Das ganze geht je nach Reissorte bis zu 35 Minuten. Der Reis ist fertig, wenn er im Kern noch bissfest, aber nicht mehr hart ist.
6. Dann den Topf von der Herdplatte nehmen und den Parmesan reinreiben und unterrühren. Die Menge variiert nach Geschmack. Ich mag viel Käse und mische am liebsten jungen und alten Parmigiano reggiano. Nochmal einen EL Butter dazugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Fazit: Hm, vielleicht wird es Zeit meine Kürbisvorurteile neu zu sortieren. Das Risotto hat mir nämlich hervorragend geschmeckt.

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