citykitchen 30. November 2009

Ruck zuck im Ofen.
Ich bin in Stress. In Weihnachtsstress. Und ich liebe es. Zwischen Geschenkelisten erstellen, Wohnung auf Hochglanz bringen und die ersten Präsente besorgen, bleibt leider nur wenig Zeit zum entspannten Kochen. Außerdem bleibt der Appetit auf der Strecke, wenn ich auf meinen Weihnachtstouren auf den Christkindlmärkten zwischendurch leckere Thüringer Bratwurst oder Schmalznudeln nasche… Wenn dann aber die kleine Naschkatze am Abend fragt, was es zu Essen gibt, muss es schnell gehen. Nichts schlimmeres als Kinder, die quengelig auf ihr Abendessen warten müssen. Zum Glück gibt der Kühlschrank alles her für eine schnelle Quiche.

Zutaten für 3:
• Blätterteig aus dem Kühlregal
• 1,5 Stangen Lauch
• 1 säuerlicher Apfel
• Salami am Stück
• frischer Thymian
• 1 Becher Schmand
• 2 Schuss Milch
• 1 Handvoll geriebenen Parmesan
• 2 Eier
• Muskat, Pfeffer, Salz
1. Den Blätterteig in die passende Form geben. Ob rund oder eckig spielt keine Rolle, je nachdem welche Form man zu Hause hat.
2. Den Lauch in dünne Röllchen schneiden, den Apfel achteln und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Die Salami in Stücke schneiden. In Öl in einer Pfanne auf mittlerer Hitze dünsten. Die Thymianblättchen dazugeben.
3. In der Zwischenzeit den Schmand mit der Milch und den Eiern in einer Schüssel gut verrühren, den geriebenen Parmesan untermischen. Mit frischem Muskat, Salz und Pfeffer würzen.
4. Die Lauch-Mischung auf den Blätterteig geben. Den Schmand über die Füllung geben und verstreichen. Für ca. 35 Minuten in den vorgeheizten Ofen (180 ° Grad) geben.
Tags: Lauch, Quiche, Salami
citykitchen 24. November 2009

Gewinnen keinen Schönheitspreis…
Was hatte ich mich gefreut, als ich bei der cuochetta ein Rezept über Bigoli gefunden hatte… und dann auch noch eines mit Kastanienmehl. Während der Zubereitung des Teiges dämmerte es mir bereits, dass es mit der Mengenangabe des Wassers “acqua calda q.b.” (q.b. = quanto basta = in hinreichender Menge) ein Problem geben könnte. So kam es dann auch: nach der halbstündigen Ruhephase war der Teig zu trocken, um zu einem feinen Strang ausgerollt zu werden. Die Röllchen sind mir unter den Fingern zerbröselt. Was jetzt? Der Hunger war groß und der Kühlschrank leer. Mit feuchten Händen den Teig zu Kügelchen gedreht (das ging einigermaßen…), mit dem Daumen eine Mulde reingedrückt und fertig waren die Orecchiette. In Butter mit Salbei geschwenkt und mit gutem Parmigiano bestreut, waren die “Bigoli inkognito” ein Gedicht.

Zutaten für 2:
• 40 g Kastanienmehl
• 130 g Semola di grano duro (Hartweizengriesmehl)
• etwas Salz
• warmes Wasser, in hinreichender Menge
1. Die beiden Mehlsorten und Salz vermischen und mit Wasser in hinreichender Menge verkneten, bis es einen weichen Teig gibt.
2. Den Teig zugedeckt für eine halbe Stunde ruhen lassen.
3. Den Teig zu Bigoli rollen. Bigoli sind eine Art dicke Spaghetti mit ca. 0,5 cm Durchmesser.
oder: Den Teig zu kleinen Kügelchen formen, mit dem Daumen eine Mulde reindrücken und schon hat man Orecchiette (Öhrchen).
Fazit: Ich kann jedem nur raten, frische Pasta mit Kastanienmehl zu machen. Unbedingt ausprobieren!
Tags: Bigoli, Orecchiette, Pasta
citykitchen 22. November 2009

Der perfekte Begleiter für Fisch und Kartoffeln: Salsa verde
Am Freitag muss es ja Fisch sein obwohl ich diesmal keine rechte Lust darauf hatte (und die kleine Naschkatze erst recht nicht. Für ihn sind nur Fischstäbchen “echter Fisch”…). Dann hab ich zwei schöne Filets vom Steinbeisser beim Fischhändler entdeckt und schon lief mir das Wasser im Mund zusammen. Steinbeisser mit seinem festen Fleisch gab’s bei uns schon seit einer Ewigkeit nicht mehr (wahrscheinlich weil’s ihn nicht oft als TK gibt…). Auf dem Nachhauseweg noch alles für eine schöne Salsa verde eingekauft, weil die einfach ideal dazu passt.
Zutaten für 2:
Fisch:
• 2 Filets vom Steinbeisser
• Butter
• Mehl, Salz, Pfeffer
Salsa verde (nach Jamie Oliver):
• 1 Knoblauchzehe
• 1 Handvoll Kapern
• 1 Handvoll Essiggurken
• 6 Sardellenfilets in Öl eingelegt
• 1 Bund Petersilie
• 1 Bund Basilikum
• 1 Bund Minze
• 1 EL Dijon-Senf
• Rotweinessig
• Olivenöl
• Pfeffer, Salz
1. Für die Salsa verde den Knoblauch fein hacken und in eine Schüssel geben. Die Gurken, Sardellen, Petersilie, Basilikum und die Minze fein hacken und dazugeben.
2. Abgetropfte Kapern mit in die Schüssel geben und mit dem Senf und 1 - 2 EL Rotweinessig verrühren. Am Schluss Olivenöl dazugeben, je nach gewünschter Konsistenz bis zu 3 kräftige Schuss. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
3. Auf einen großen flachen Teller ca. 5 EL Mehl, Salz und Pfeffer geben und vermischen. Das Fischfilet in der Mischung wälzen, bis es gut bedeckt ist.
4. Olivenöl in eine Pfanne erhitzen und den Fisch von beiden Seiten goldbraun braten. Kurz vor Ende ein Stück Butter in die Pfanne geben, das bräunt zusätzlich und gibt eine tollen Geschmack! (aus kalorientechnischen Gründen hab ich bei meiner Portion darauf verzichtet.)
Das ganze gibt es natürlich mit Kartoffeln. Und wenn was übrig bleibt, hat man mit den restlichen Kartoffeln und der Salsa verde einen leckeren Kartoffelsalat…
Tags: Fisch & Co, Kartoffeln, Salsa verde, Steinbeisser
citykitchen 17. November 2009

Rank und schlank mit Chinakohl.
Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen. Und diese Mistviecher waren in letzter Zeit sehr aktiv… Vor dem großen Run auf Plätzchen, Stollen und Glühwein heißt das Motto: “Kalorien sparen, wo’s nur geht.” Das macht zwar keinen Spaß, muss aber sein, wenn ich nicht komplett aus dem Leim gehen will. Goodbye geliebte Kohlenhyrdrate! Ciao ciao Butter, Bier, Kuchen und Extremcouching! Bis ich wieder in die manipulierten Klamotten passe, ist Schluss mit der Völlerei und dem Faulsein. Von Diäten halte ich gar nichts, darum verlager’ ich die (Kinderportion) Pasta in die Mittagszeit und abends gibt es erst was nach einem flotten Spaziergang und dann auch nur was “leichtes”. Jawoll! Den Anfang macht ein Rezept, dass ich mir irgendwann mal aus einer Zeitschrift im Wartezimmer beim Arzt auf einen Schmierzettel gekritzelt hatte.
Zutaten für 2:
• 100 g Natur- und Wildreismischung (z.B. von Oryza)
• 1 rote Zwiebel
• 400 g Chinakohl
• 1 EL Öl
• 150 g Rinderhack
• 2 EL Worcestersoße
• 1 TL Sambal Oelek
• Salz, Pfeffer
1. Den Reis nach Anleitung kochen. Die Zwiebel schälen und würfeln. Den Chinakohl putzen, waschen, den Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden.
2. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch darin feinkrümelig anbraten, das dauert ca. 10 Minuten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
3. De Zwiebel und den Kohl dazugeben und ca. 10 Minuten mitbraten. Eventuell etwas Wasser und die Worcestersoße dazugießen. Mit Sambal Oelek abschmecken. Den Reis unterrühren.
Fazit: Es schmeckt besser als es aussieht. Ehrlich.
Tags: Chinakohl, Hackfleisch, Reis