citykitchen 24. Oktober 2009

Chili und Ingwer wärmen auf.
Was für ein Herbstwetter! Der Nebel wollte sich gestern überhaupt nicht verziehen und hing wie eine dicke Dunstglocke über der Stadt. Schmuddelwetter hält uns in keinster Weise von unserem abendlichen Spaziergang ab. Im Gegenteil, ich genieße es sehr mit Gummistiefel in die Blätterhaufen zu springen. Zuhause werden die Taschen ausgeleert, die vollgestopft mit Kastanien, bunten Blättern und toll gefärbten Beerenstrauchzweigen sind. Und was hilft am besten gegen klamme Finger? Eine dampfende Suppe…
Zutaten für 4:
• 2 Dosen Kichererbsen (à 425 ml)
• 1 Stück Ingwer, ca. 30 g
• 2 Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 2 Chilischoten
• 250 g Tomaten (geht auch mit Dosentomaten)
• 3 EL Öl
• 3 EL Tomatenmark
• 500 ml Gemüsebrühe
• Salz, Zimt, Garam Masala (oder Curry)
• 1 Bund Koriander
1. Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
2. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Ingwer fein reiben.
3. Chilischoten waschen, Kerne entfernen und in feine Streifchen schneiden.
4. Tomaten in grobe Stücke schneiden.
5. 2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln, Chili, jeweils die Hälfte vom Ingwer und Knoblauch andünsten. Tomatenmark einrühren.
6. Gemüsebrühe dazugießen. Tomaten und Kichererbsen dazugeben. Mit Salz, 1 Msp. Zimt und Garam Masala würzen. Aufkochen lassen und mit Deckel 20 Minuten köcheln.
7. In der Zwischenzeit den Koriander waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Fein hacken. Mit dem restlichen Ingwer, Knoblauch und 1 EL Öl verrühren (am besten im Mörser).
8. Die Suppe mit der Korianderpaste servieren.
Von der Suppe unbedingt für den nächsten Tag etwas aufheben; da schmeckt sie sogar noch besser!
Tags: Kichererbsen, Suppe
citykitchen 22. Oktober 2009

Muffins mit einem Hauch Advent…
In unserer Küche gibt es ja nicht nur die kleine Naschkatze; insgeheim naschen wir alle unwahrscheinlich gerne. Obwohl ich immer wieder beteuere, dass es bei uns keine Süßigkeiten gibt, leidet keiner an akuter Unterzuckerung. Bei uns gibt es wirklich keine gekauften Süßigkeiten. Keine Gummibärchen, keine Chips, keine Bonbons. Schokolade ist zwar meistens im Küchenschrank, wird aber eigentlich nur zum Backen verwendet. Und ich backe besonders gerne. Kuchen, Plätzchen, Kekse und vor allem Muffins. Muffins sind einfach genial: schnell gemacht, schmecken lecker und haben immer die richtige Portion. Ich habe ganz viele Lieblingsmuffins-Rezepte und das folgende gehört unbedingt dazu. Sehr schön ist der ganz zarte weihnachtliche Vorgeschmack.

Zutaten für 12 Muffins:
• 50 g Haselnusskerne
• 125 g weiche Butter
• 150 g brauner Zucker
• 1 Päckchen Bourbon-Vanillzucker
• 2 TL Zimt
• 1 TL gemahlener Ingwer
• Salz
• 2 Eier
• 250 g Mehl
• 2 TL Backpulver
• 250 g Buttermilch
1. Papierförmchen in die Mulden eines Muffinblechs setzen.
2. Die Haselnüsse grob hacken (geht sehr gut in einem großen Mörser).
3. Butter, Zucker, Vanillzucker, Zimt, Ingwer und eine Prise Salz cremig rühren (mit dem Schneebesen oder dem Handrührgerät).
4. Die Eier einrühren. Mehl und Backpulver mischen, im Wechsel mit der Buttermilch unterühren.
5. Teig in die Förmchen füllen. Die Haselnüsse darüber streuen.
6. Im vorgeheizten Ofen bei 190° Grad für 25 - 30 Minuten backen.
Tags: Advent, Muffins, Nüsse
citykitchen 21. Oktober 2009

Je kälter, umso mehr Lust auf Bratwurst.
Würstel sind für mich ein klassischer Herbst- und Wintersnack. So gut wie nie, lasse ich mich im Sommer beim Grillen zu einer Bratwurst hinreissen. Im Sommer verwende ich von deutschen (ungekochten) Bratwürsten oder italienischen Salsicce sehr oft die Füllung für meine geliebten Fleischbällchen in Tomatensoße. Aber gegrillt mit Senf kommt sie mir nicht auf den Teller. Sobald jedoch der Herbst im Anmarsch ist, ändert sich diese Geschmackseinstellung schlagartig! Die Dicken mag ich dabei viel lieber als die kleinen Nürnberger; und am allerliebsten mit Kartoffelpü und Röstzwiebeln. Gestern gab es Schweinswürstel mit Kartoffelbrei und Zwiebelsoße (nach Jamie Oliver).

Zutaten für 2:
• 4 dicke Bratwürste
• 500 g Kartoffeln, weichkochend
• 125 ml Milch
• 125 g Butter
• Muskatnuss, gerieben
• 2 rote Zwiebeln
• 5 EL Balsamico oder Rotweinessig
• 2 Brühwürfel (ich habe Lammbrühwürfel verwendet, es geht aber auch z.B. Bratensoße)
• Pfeffer, Salz
1. Kartoffelpüree: Die Kartoffeln schälen, halbieren und 20 Minuten kochen. Danach das Kochwasser abgießen, die Kartoffeln mit dem Stampfer zerstampfen, Milch und die Hälfte der Butter hinzugeben. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.
2. Zwiebelsoße: Während die Kartoffeln kochen, die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Mit etwas Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze ca. 15 weich dünsten lassen. Danach die Hitze hochdrehen und goldbraun anbraten. Den Essig hinzugeben und einkochen lassen. Den Rest der Butter dazugeben, die Brühwürfel zerbröseln und dazugeben und mit ca. 400 ml Wasser aufkochen lassen. 10 - 15 Minuten köcheln lassen, bis die Soße schön eindickt. Pfeffer dazugeben.
3. Bratwürste: Während die Kartoffeln kochen und die Zwiebeln dünsten, ist Zeit, die Würstchen zu braten. In einer Pfanne Fett heiß werden lassen (ich verwende “Butaris” Butterschmalz). Die Bratwürste kurz und scharf anbraten. Achtung: das Fett spritzt wie Hölle - Spritzschutz verwenden! Dann auf mittlerer Hitze ca. 10 Minuten braten (Bratzeit variert je nach Dicke der Bratwurst).
Tags: Bratwurst, Kartoffelpüree, Zwiebelsoße
citykitchen 20. Oktober 2009

Brathähnchen wird immer eines meiner Lieblingsgerichte bleiben.
Hühnchen lässt sich auf so vielen verschiedenen Weisen zubereiten, dass es nie langweilig wird und zu jeder Jahreszeit schmeckt. Am liebsten mag ich es im Ganzen im Ofen gebraten, mit einer einfachen aber raffinierten Marinade eingerieben. Dazu ein frisches Weißbrot oder knusprige Ofenkartoffeln vom Blech.
Leider hat mein Ofen keine selbstreinigende Funktion und das Ofenschrubben nach dem Essen verleidet mir die Freude an dem Hähnchen ein bisschen. Nur ein bisschen.

Zutaten für 1 Brathähnchen:
• 1 Bio-Brathähnchen, ca. 1,3 kg
• 1 unbehandelte Zitrone
• ein paar Stengel frischen Oregano und/oder Majoran
• 6 Knoblauchzehen
• Olivenöl
• Pfeffer, Salz
1. Das Hähnchen mit kaltem Wasser gut abspülen und trocken tupfen.
2. Von dem Oregano die Blättchen abzupfen und im Mörser mit einem guten Schuss Olivenöl, Salz und Pfeffer eine sämige Paste herstellen. Das Hähnchen damit gut einreiben.
3. Die Zitrone für ein paar Minuten in heißes Wasser legen und dann mit einem spitzen Messer ca. 10 Mal einstechen.
4. Zitrone in das Hähnchen stecken. Die Stengel vom Oregano und 2 ungeschälte Knoblauchzehen in das Hähnchen stecken, innen salzen und pfeffern.
5. Ein tiefes Backblech mit ein paar Spritzer Olivenöl einfetten. Das Hähnchen mit der Brust nach oben auf das Blech legen.
6. Auf das Blech die restlichen Knoblauchzehen (ungeschält) verteilen. Ist Rosmarin im Haus? Dann ebenfalls 2 - 3 Stengel aufs Blech legen.
7. Das Hähnchen im vorgeheizten Ofen bei 190° Grad 1,5 Stunden braten. Als Faustregel für die Backzeit gilt: pro 400 g Hähnchen 20 Minuten backen + 20 Minuten.
8. Jetzt kann man das Hähnchen gleich essen oder aus dem Bratensatz eine kleine Soße machen: Das Hähnchen vom Blech nehmen und zum Warmhalten in den Ofen zurück geben. Das Bratenfett durch einen Sieb abseihen und in der Fettkanne entfetten. In einem kleinen Topf mit etwas Rotwein (je nach Bratensaftmenge ca. 60 ml) und 1 EL Balsamicoessig bei großer Hitze ein paar Minuten reduzieren lassen.
Die Knoblauchzehen auf jeden Fall mitservieren: einfach aus der Schale drücken und aufs Brot schmieren.
Tags: Geflügel, Hähnchen