Cicerchie e Pasta
citykitchen 28. Oktober 2009
Mitbringsel aus Urbino: Cicerchie
Von unserem letzten Urlaub in Urbino haben wir Cicerchie mitgebracht. Die Cicerchia - auf deutsch Platterbse - ist eine fast vergessene Hülsenfrucht, die in den Marken und Umbrien eine Art Comeback erlebt. Die Köche dort verwenden sie wie dicke Bohnen in Minestrone oder als Püree. Ich habe mir einige Gedanken gemacht, wie ich die Cicerchie zubereite und mich dann letztendlich für einen all-time-favourite entschieden: Cicerchie e Pasta - nach Art von Pasta e Fagioli.
Zutaten für 4:
• 250 g Cicerchie
• 100 g klein gewürfelter Speck
• Olivenöl
• 1 Zwiebel
• 1 Karotte
• 1 Stange Sellerie
• 1 Knoblauchzehe
• 2 EL Tomatenmark
• 2 getrocknete Chilischoten
• 2 Lorbeerblätter, 4 Salbeiblätter, 1/2 Stängel frischen Rosmarin
• Salz, Pfeffer (die “Pfefferwürste” auf dem Bild sind “Langer Pfeffer”, den verwende ich gerne in Suppen oder Eintöpfen)
• Kleine Pasta (z.B. Ditalini Rigati)
1. Die Cicerchie unter fließendem Wasser im Sieb reinigen. Mindestens 6 Stunden in reichlich Wasser einweichen (am besten über Nacht).
2. Die Hülsenfrüche abseihen und abtropfen lassen.
3. Zwiebel, Knoblauch, Karotte und Stangensellerie klein würfeln.
4. Den Speck und das Gemüse bei niedriger Hitze in Olivenöl andünsten. Das Tomatenmark unterrühren. Den Topf beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.
5. Die Cicerchie dazugeben. Lorbeer, Salbeiblätter und Rosmarin dazugeben. Mit ca. 1,5 Liter Wasser auffüllen, bis die Platterbsen und das Gemüse knapp bedeckt sind. Hitze hochdrehen.
6. Lorbeer, Chili und gemahlenen Pfeffer dazugeben. 40 Minuten köcheln lassen. (Den Schaum, der sich am Anfang der Kochzeit bildet, schöpfe ich mit einem Löffel ab.)
7. Wenn die Cicerchie weich sind, ungefähr ein Drittel von der Suppe im Mixer passieren und wieder in den Topf geben.
8. Die Pasta in den Topf geben und bissfest kochen. Wenn die Suppe zu dickflüssig ist, heißes Wasser dazugeben.
Fazit: Die Cicerchia erinnert mich geschmacklich und optisch stark an Kichererbsen und wird daher wohl ein einmaliger Kauf gewesen sein. 500 g für 5 Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen für getrocknete Erbsen. Geschmeckt haben sie uns aber auf jeden Fall.



Freut mich das die Amarettini gut ankommen :o).
Langer Pfeffer, das ist neu für mich. Warum nimmst Du ihn gerne für Eintöpfe? Kommt er im Ganzen in den Topf?
VG,
Claudi
Ich kannte den Langen Pfeffer auch nicht, ich habe ihn vor einiger Zeit im Supermarkt entdeckt. Ich mahle die Pfefferwürste im Mörser ziemlich fein und weil er ein bisschen wie Suppenpulver riecht, kommt er da auch rein
Schau mal hier, hab ihn im Internet entdeckt.
Danke Dir. Probiere immer gerne Neues aus, so ich es denn im meinen Läden bekommen, aber zur Not hast Du mir ja gleich eine Bezugsquelle geliefert ;-).
VG,
Claudi
Kann es kaum aussprechen- klingt aber fantastisch. Danke für das Rezept.